Kirchstetten

Erstellt am 20. Oktober 2016, 10:42

von APA Red

Pflegeheim-Skandal: Neustädter SP meldet sich zu Wort. Im Fall des angeblichen Quälens von Patienten in einem privaten Pflegeheim im Bezirk St. Pölten hat sich am Donnerstag die Initiative gegen Kirchenprivilegien zu Wort gemeldet - und auch die SPÖ Wiener Neustadt.

Pflegeheim Clementinum in Kirchstetten  |  NÖN, Renate Hinterndorfer

Initiative-Sprecher Christian Fiala wies in einer Aussendung darauf hin, "dass es sich um eine katholische Einrichtung handelt". Er forderte ebenfalls "lückenlose Aufklärung". Die aufgedeckten Vorkommnisse seien schockierend.

SPÖ Wiener Neustadt: Vorwürfe wegen Stadheim-Verkauf

Die Trägerorganisation des Heimes "untersteht dem Erzbischof von Wien", betonte Fiala. "Es ist beklemmend, wie kirchliche Einrichtungen mit Schutzbefohlenen und Hilfsbedürftigen umgehen."

Die SPÖ Wiener Neustadt warf indes der seit fast zwei Jahren regierenden "bunten" Stadtführung vor, das Stadtheim "genau an jenen Träger, der dieses Pflegeheim in NÖ betreibt", verkauft zu haben. Pflegemissstände würden immer dann passieren, "wenn zu wenig oder zu wenig qualifiziertes Personal für schwer pflegebedürftige Menschen eingesetzt ist", stellte Klubobfrau Margarete Sitz in einer Aussendung fest.

Nun seien die Ergebnisse der Untersuchungen in dem in dieser Woche bekannt gewordenen Fall im Bezirk St. Pölten abzuwarten. Bei einem Mitverschulden des Trägers müsse der Verkauf des Stadtheims unverzüglich rückgängig gemacht werden, forderte die SPÖ Wiener Neustadt.

"Massiver Angriff auf Pflegepersonal"

Evamaria Sluka-Grabner (Liste Soziales Wr. Neustadt) und Philipp Gruber (VPWN) bezeichnen die Aussagen von SPÖ-Klubobfrau Margarete Sitz in einer Aussendung als einen massiven Angriff auf das Pflegepersonal im Stadtheim Wiener Neustadt.

"Die genannten Vorfälle in einer Pflegeeinrichtung in Niederösterreich sein kriminell und in keiner Weise zu tolerieren. Deshalb verlangen wir eine Entschuldigung von Sitz beim Personal des Stadtheimes Wiener Neustadt", so Gemeinderätin Dr. Evamaria Sluka-Grabner, Liste Soziales Wiener Neustadt, und Philipp Gruber, Klubobmann der Volkspartei Wiener Neustadt.

Die Stadt Wiener Neustadt habe sofort das Gespräch mit dem Haus der Barmherzigkeit gesucht, bei dem volle Konsequenz und Härte bei der Aufklärung der Vorfälle zugesichert wurde.