Erstellt am 22. September 2015, 12:22

von Mathias Schranz

Wr. Neustädter Dompropst verärgert. Nach einem Bild des Wahrzeichens auf einem Info-Blatt der „Identitären Bewegung“ geht Dompropst auf Distanz.

Propst Karl Pichelbauer: »Dom steht für das Gegenteil.«  |  NOEN, Franz Baldauf

Das hat in der Kirchengemeinschaft für großen Ärger gesorgt, auch bei Dompropst Karl Pichelbauer: Auf einem Folder der politisch rechts stehenden „Identitären Bewegung“ ist unter dem Slogan „Wir sind Wiener Neustadt“ der Dom abgebildet – was Karl Pichelbauer sehr missfällt.

„Der Dom steht für das genaue Gegenteil, was die wollen. Die sollen sich gefälligst ein anderes Wahrzeichen nehmen. Ich will mit diesen Rechten nicht in Berührung kommen“, so der Propst.

Eine Anfrage der NÖN an die „Identitären“ blieb übrigens unbeantwortet.

Update Dienstag 12.15 Uhr:

Mittlerweile hat die „Identitäre Bewegung“ einen offenen Brief an den Dompropst verfasst. Darin heißt es: Der Dom stehe für Tradition und sei  ein Symbol was die Kirche überstanden habe, etwa die Türkenbelagerungen. Kultur und Tradition sei heute durch Massenzuwanderung und Islamisierung mehr denn je bedroht.

„Auf demokratische Weise auf die herrschenden Missstände hinzuweisen, sehen wir nicht nur als unser Recht, sondern geradezu als Pflicht eines mündigen Bürgers an. Aus diesen Gründen sehen wir den Dom von Wiener Neustadt als ein Symbol an, das bestens zu unserer Bewegung passt.“