Erstellt am 06. Mai 2016, 05:34

von Andreas Kössl

160 gegen Auflassung. Entfernung der Müllsammelstelle in der Reichenauerstraße erregt die Gemüter. SPÖ übt Kritik an Bürgermeister. Dieser verteidigt seine Entscheidung.

Mittlerweile ist sie Geschichte: die Müllsammelinsel in der Reichenauerstraße.  |  NOEN, privat

Nachdem die Stadt kürzlich die Auflassung der Müllsammelinsel in der Reichenauerstraße beschlossen hat, wurde diese nun Anfang der Woche entfernt. Nicht alle Anrainer sind damit jedoch einverstanden. Die Wogen gehen teilweise hoch. Einer Unterschriftenaktion gegen die Auflassung, die SPÖ-Gemeinderat Erich Leonhartsberger als Anrainer ins Leben gerufen hat, schlossen sich bislang 160 Bürger an.

Die SPÖ Waidhofen unterstützt diese Aktion, für sie ist die Auflassung der Müllsammelstelle unverständlich. „Jetzt müssen weite Fußwege zur nächsten Insel in Kauf genommen oder gar das Auto für eine Entsorgungsfahrt verwendet werden“, heißt es in einer Aussendung. „Dies war keine Aktion, wo Bürgermeister Krammer besondere Bürgernähe demonstriert hat,“ bekrittelt Vizebürgermeister Martin Reifecker und fordert, die sofortige Wiederaufstellung der Müllinsel.

Krammer verteidigt Entscheidung

Bürgermeister Werner Krammer (WVP) verteidigt die Entscheidung. Seit zwei Jahren sei man von den Anrainern immer wieder mit Problemen rund um die Sammelinsel konfrontiert worden. Sowohl zusätzliche Container und eine häufigere Leerung als auch die Erweiterung der Sammelstelle am Beginn der Redtenbachstraße hätten keine nachhaltige Verbesserung der Situation bewirkt.

Auch die Verkehrslage im Kreuzungsbereich sei ein Problem, über das man nicht einfach hinwegsehen könne. „Mir ist bewusst, dass diese Lösung für manche eine Verschlechterung bringt“, sagt Krammer. „Ich denke aber, dass es mit den Sammelstellen Redtenbachstraße, Viaduktgasse und Türkenweg in der Umgebung ausreichend Möglichkeiten zur Entsorgung gibt.“ Die Sachlage sei bei mehreren Bürgerforen diskutiert und die Entscheidung gemeinsam mit den Bürgern getroffen worden.