Erstellt am 26. Mai 2016, 05:34

von Claudia Stöcklöcker

30-Jähriger schlug mit einem Gürtel zu. Bei Disput mit Alkoholisiertem sah ein 30-Jähriger rot. Für den Vorbestraften setzte es nun ein Jahr teilbedingte Strafe.

Michael Pfabigan

„Ich habe ihm gesagt, dass er Ruhe geben soll, er hat immer wieder gestänkert. Er hat mich provoziert und ich bin richtig zornig geworden und habe dann Angst bekommen“, sagt ein Waidhofner vorm Richter.

In den Morgenstunden nach einem Discobesuch geriet der 30-Jährige so in Rage, dass er auf seinen Kontrahenten mehrmals mit einem Gürtel einschlug. Wegen Körperverletzung sitzt er nun auf der Anklagebank, erzählt von Notwehr. „Er ist immer wieder auf mich zu, ich habe ihn weggetaucht und von ihm einen Schlag ins Gesicht bekommen. Ich habe mich dann gewehrt.

Es sind viele andere Menschen herumgestanden, von denen hat aber keiner etwas unternommen“, erzählt er. Ob er alkoholisiert war? „Ein Bier habe ich getrunken, stockbetrunken war der andere.“ Nach dem Disput lief der Waidhofner sofort zur Polizei und erzählte von dem Vorfall. Nur spärlich erinnert sich das Opfer. „Ich war auf einem Zeltfest, dann in der Disco. Sechs Bier hab’ ich konsumiert und ein paar starke Getränke“, berichtet der 25-Jährige. Mehr weiß er nicht. Verletzungen am Auge trug er bei der Attacke mit dem Gürtel davon.

„Es geht bei dem Vorbestraften um Haftstrafe“, erklärt der Richter und verhängt zwölf Monate teilbedingt, drei Monate davon Gefängnis (nicht rechtskräftig). Dorthin muss der 30-Jährige aber nicht. Der unbedingte Teil der Strafe kann im elektronisch überwachten Hausarrest vollzogen werden.