Erstellt am 04. Juni 2016, 04:20

von Heribert Hudler

30 Jahre für die Menschen da. Der Regionalverein Volkshilfe Kematen ehrte im Rahmen der Generalversammlung Gründungsmitglieder und hielt Neuwahlen ab. Dieter Fischböck ist wieder Obmann.

Bei der Generalversammlung des Regionalvereins Volkshilfe Kematen: Alfred Schilling, Margret Geirhofer, Leopoldine Kaiserrainer, Sabine Mayr, Doris Einfalt, Vizepräsident Johann Eblinger, Heidrun Desch, Maria Zeitlhofer, Vorsitzender Dieter Fischböck, Hilde Scheuch, Ingrid Bärenstrauch und Altbürgermeister Walter Baumann (v.l.).  |  NOEN, Hudler

1986 wurde die Volkshilfe in Kematen gegründet. Die Initiative ging vom damaligen Bürgermeister Walter Baumann aus, der den ansteigenden Bedarf an Pflege und Betreuung erkannte und die Institution gründete, um den Menschen in Kematen ein würdiges Altern in gewohnter Umgebung zu ermöglichen. Baumann fragte damals bei der Frauenorganisation an, ob Interesse bestehe, eine Betreuungsmöglichkeit vor Ort zu organisieren.

Heidrun Desch und Sigrid Scheiblauer, die damaligen Vorsitzenden der Frauenorganisation, sowie Hilde Scheuch knüpften Kontakte und so ging im April 1986 die Gründungssitzung der Volkshilfe Kematen über die Bühne. Die ersten Einsätze wurden von Hilde Scheuch, Heidrun Desch und Sigrid Scheiblauer alleine durchgeführt. Aus dem Ehrenamt entstand durch zahlreiche Aus- und Weiterbildungen rasch Professionalität und das Team wurde schließlich um Waltraud Schilling und Maria Zeitlhofer erweitert.

 Zur Zeit werden 58 Kunden von
18 Mitarbeiterinnen in 1.400 Einsatzstunden betreut.
Dieter Fischböck, Vereinsobmann 

Kurz darauf wurde bereits das nächste Projekt in Angriff genommen: Essen auf Rädern. lm November 1986 wurde es gestartet. Transportiert wurden die Mahlzeiten in Privatautos, gekocht von ansässigen Wirten, ausgeteilt von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Gemeinderäten. Das Benzingeld bezahlte die Gemeinde.
In den darauffolgenden Jahren wurde jede Möglichkeit genutzt, Geld für den Verein aufzutreiben. Es wurden Basare, Gesundheitstage, Frühschoppen sowie Flohmärkte veranstaltet.

Mit den Einnahmen daraus konnten Menschen unterstützt werden, die unverschuldet in Not geraten waren, wie etwa eine Familie nach einem Hausbrand oder die Familie eines an Krebs erkrankten Kindes. Auch Lehrmittel für die Sonderschule wurden so finanziert. All diese Tätigkeiten wurden in privaten Räumlichkeiten organisiert und durchgeführt. Im Herbst 1989 ging endlich ein Wunsch in Erfüllung: Die Sozialstation Kematen wurde in der Ersten Straße 20 bei Familie Wolf eröffnet.

Doch bei der Generalversammlung blickte man nicht nur auf die Geschichte zurück, auch die Ereignisse seit der letzten Hauptversammlung wurden besprochen. Durch den Wandel der Zeit sei die Vereinstätigkeit schwieriger geworden, aber trotzdem könne man beim Regionalverein Volkshilfe Kematen stolz auf die Leistungen sein, so Vereinsobmann Dieter Fischböck. Regelmäßig werden Patientencafés für Patienten und Angehörige veranstaltet, sowie notleidende Menschen vor Ort unterstützt und über rechtliche Fördermöglichkeiten informiert.

„Unser Dank gilt den Mitarbeiterinnen, die sehr professionell und motiviert die Kunden betreuen. Zur Zeit werden 58 Kunden von 18 Mitarbeiterinnen in 1.400 Einsatzstunden betreut“, berichtete Fischböck.
Bei den Vorstandswahlen wurde der alte Vorstand einstimmig wiedergewählt.