Erstellt am 31. März 2016, 06:34

von Andreas Kössl

Änderung ist vom Tisch. Keine Verlegung beim Hause "Furth". Erste Sprengung im Ofenloch.

Die Arbeiten an der Hornleiten-Brücke in Opponitz sind vorerst abgeschlossen. Für den Radweg wird später ein neuer Belag aufgebracht und das Geländer adaptiert. Die Bürgermeister Johann Lueger, Martin Ploderer und Helmut Schagerl beim Lokalaugenschein.  |  NOEN, Kössl
Bereits voll im Gange sind derzeit die Bauarbeiten für den 52,6 Kilometer langen Ybbstalradweg. „90 Prozent des Radweges sollen noch heuer fertig werden“, bericht der Obmann des Radwegverbandes, Lunz/Sees Bürgermeister Martin Ploderer. „Wenn keine unvorhergesehenen Sachen auf uns zukommen, kann der Radweg im Frühjahr 2017 zum Start der Radsaison in Betrieb gehen.“

Noch heuer gänzlich fertiggestellt werden sollen die beiden Abschnitte zwischen Gstadt und Opponitz sowie Großhollenstein und St. Georgen/Reith. Im Gemeindegebiet von Opponitz soll der Radweg 2016 bis nach Seeburg umgesetzt werden. Derzeit steckt man mitten in den Vorarbeiten, punktuell haben auch schon die Bauarbeiten begonnen. Intensiv beschäftigt ist man derzeit mit Felssicherungsarbeiten. Im Ofenloch an der Gemeindegrenze zwischen Ybbsitz und Opponitz wurde bereits eine erste Sprengung durchgeführt.

Ybbstalbahnbrücke wurde verstärkt

Vorerst abgeschlossen wurden bereits die Arbeiten an der Hornleiten-Brücke kurz vorm Bauernhaus „Furth“. Die einstige Ybbstalbahnbrücke, die in den Radweg integriert wird, wurde mit Holz auf bis zu 25 Tonnen Belastbarkeit verstärkt. „Das ist notwendig, damit Lastkraftwagen und Baufahrzeuge über die Brücke zum Ofenloch zufahren können“, sagt Bürgermeister Johann Lueger. Später soll noch ein neuer Belag auf die Brücke aufgebracht und das Geländer adaptiert werden. Als nächstes wird die Bruckwirt-Brücke im Ortszentrum mit Holz verstärkt. Die Arbeiten dazu sollen in den nächsten Wochen starten.

Die Verlegung des Radwegs beim Bauernhaus „Furth“ auf die Ybbsseite, wie von den Besitzern gewünscht, ist indes vom Tisch. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden. Der Radweg wird hier, wie ursprünglich geplant, auf der Trasse der ehemaligen Ybbstalbahn durch das Grundstück des Landwirts verlaufen. Noch offen ist hingegen der Kauf des Bahnhofs Opponitz. Wie berichtet, möchte die Gemeinde ja das Areal von der NÖVOG kaufen und dieses im Rahmen des Radwegs touristisch nutzen. Ein Konzept dafür wurde bereits ausgearbeitet.

Güterwege werden bei Radwegsbau adaptiert

Auch auf dem Teilstück zwischen St. Georgen/Reith und Großhollenstein wurde bereits mit den Felssicherungsarbeiten begonnen. Im Zuge dessen würden auch drei Güterwegsprojekte umgesetzt, berichtet der Obmann-Stellvertreter des Radwegverbandes, St. Georgen/Reiths Bürgermeister Helmut Schagerl. Dies sei eine große Chance für die Gemeinden, da 40 Prozent der Kosten vom Radwegverband getragen würden. Obwohl beide Bauabschnitte noch heuer im Oktober fertig sein sollen, werden sie erst 2017 mit dem Rad befahrbar sein.