Erstellt am 27. Januar 2016, 04:23

von Heribert Hudler

Fulminanter Jubiläumsbeginn. Einen Melodienreigen boten der Chor Cantores Dei Allhartsberg, das Salonorchester und ein Bläserensemble beim Festkonzert zu 900 Jahre Allhartsberg.

Beim Jubiläumskonzert in Allhartsberg: Pater Franz Hörmann, Pater Bruno Becker, Abt Johannes Gartner, Altabt Berthold Heigl, VP Obfrau Hermine Handsteiner, die Bürgermeister Anton Kasser und Karl Latschenberger, Vizebürgermeister Ludwig Stolz und Gemeindevorstand Johann Heigl (vorne, v.l.), Gemeindevorstand Franz Kraft, Vizebürgermeisterin Genoveva Leitner, Sprecher Josef Hörndler, Kapellmeister Martin Schwarenthorer, Chorleiterin Anita Auer, Konzertmeisterin Marianne Vlcek, Musikschulleiter Hubert Weichselbaumer, SP-Vorsitzender Roland Gruber und Kulturreferent Erich Mistelbauer (hi., v.l.).  |  NOEN, Hudler

Das Jubiläumsjahr „900 Jahre Allhartsberg erstmalige Namensnennung“ wurde am Samstag, 23. Jänner, mit einem Festkonzert in der Sporthalle der Schulen eröffnet.
Begonnen wurde mit der „Festspielfanfare“ von Josef Meißner, gespielt vom Allhartsberger Bläserensemble unter der Leitung von Martin Schwaren-thorer.

Bezirksschulrat Josef Hörndler sprach zwischen den Musikstücken verbindende Worte. Er spannte in seinen Ausführungen einen geschichtlichen Bogen vom Jahr 1116 bis zur heutigen Zeit. So erzählte er unter anderem, dass es im Jahr 1873 fertige Pläne von der k.k. Reichsbahn gab, nach denen in Allhartsberg ein Bahnknotenpunkt entstehen sollte. Doch aus Geldmangel wurde das Projekt eingestellt und zehn Jahre später wurde in Amstetten mit dem Bau des heutigen Bahnknotenpunkts begonnen.

„Die Schöpfung“ war der melodiöse Höhepunkt

„Stimmt an die Saiten“ und „Die Himmel erzählen“ aus der „Schöpfung“ von Joseph Haydn waren die musikalischen Höhepunkte im Festkonzert, in hervorragender Weise dargeboten vom Chor Cantores Dei Allhartsberg und dem Salonorchester mit der Konzertmeisterin Marianne Vlcek. Signifikant ist, dass beide Werke auf Allhartsberg und seine Bewohner zutreffend sind.

Die Menschen haben  Allhartsberg geprägt

„Für Allhartsberg sind Kultur und Musik eine wesentliche Säule. Wir können uns damit sehen und hören lassen“, sagte Bürgermeister Anton Kasser in seiner Laudatio. Kasser sagte aber auch, dass in all den Jahrhunderten die Menschen den Ort gestaltet und geprägt haben und auch weiterhin prägen werden. Der Bürgermeister betonte, dass der Zusammenhalt der Bevölkerung – ob in den Vereinen, privat oder bei festlichen Anlässen wie dem Festkonzert – die wichtigste Säule in der Gesellschaft sei. Kasser dankte auch allen Personen, die sich in der Gesellschaft unentgeltlich und mit viel Elan einbringen: „Ohne diese Menschen könnten wir nicht die zahlreichen Veranstaltungen bewältigen.“

Der Musikreigen beinhaltete auch Kompositionen wie „Jetzt geht’s los“ von Carl Michael Ziehrer oder die „Tritsch-Tratsch-Polka“ und „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauss, den „Vergnügungszug“ von Johann Strauss Sohn und „Die Libelle“ von Josef Strauss. Als Zugabe wurde – wie beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker – vom Salonorchester der Radetzky-Marsch von Johann Strauß gespielt.