Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 10. August 2016, 05:13

von NÖN Redaktion

Lage nicht ganz rosig, aber im Griff. Fünf Prozent sind in Waidhofen arbeitslos. 900 Personen schafften Wiedereinstieg.

AMS-Leiterin Inge Bukovsek spürt einen leichten Aufwind am Arbeitsmarkt.  |  NOEN, Lugmayr

Mit 8,1 Prozent liegt die Arbeitslosenquote in NÖ zur Jahresmitte genau im österreichischen Durchschnitt und ist damit deutlich besser als zu Jahresbeginn prognostiziert. Im Bezirk Waidhofen beträgt die Arbeitslosenquote fünf Prozent – also eine Steigerung um 6,1 Prozent (34 Personen) gegenüber dem Vorjahr.

„Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben bis einschließlich Juni dieses Jahres rund 900 Jobsuchende, die in Waidhofen als arbeitslos gemeldet waren, den Wiedereinstieg ins Berufsleben geschafft. Gleichzeitig wurden knapp 600 freie Stellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt“, berichtet AMS-Leiterin Inge Bukovsek. „Den leichten Aufwind spüren wir auch daran, dass wir im ersten Halbjahr um 15 Prozent mehr offene Stellen akquirieren konnten.“ Für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit sei jedoch allgemein ein Wirtschaftswachstum von mindestens zwei Prozent erforderlich.

Von Beziehern zu Einzahlern machen

Von der steigenden Arbeitslosigkeit sind im Bezirk Waidhofen hauptsächlich Personen mit Migrationshintergrund sowie ältere Menschen betroffen. Im ersten Halbjahr 2016 wurden 40 Migranten sowie 22 ältere Personen mehr als im Vorjahr als arbeitslos gemeldet.

„Unser Ziel ist es, die Menschen von Beziehern zu Einzahlern ins System durch Vermittlung und Qualifikation zu machen“, so Bukovsek. Das AMS wolle dafür sorgen, dass Asylberechtigte als Basis für weitere Integration Deutschkurse absolvieren, sowie weitere Maßnahmen setzen, wie etwa Kompetenzchecks für Asylberechtigte, das freiwillige Integrationsjahr oder Arbeitstraining. „Relativ viele Vermittlungen von Asylberechtigten sind in Waidhofen bereits gelungen“, so Bukovsek.