Erstellt am 26. September 2015, 05:37

von Markus Huebmer

"Meine Kunst ist echt". Der 28-jährige Sänger und Songwriter Andreas Hruska steht seines Publikumswegen auf der Bühne. Sein Debütalbum hat er im Sommer in Wien produziert.

Musiker Andreas Hruska kann seinen Erfolg kaum fassen.  |  NOEN, Höchsmann

Musik machen, die das Publikum hören will, dieses Ziel verfolgt Andreas Hruska mit Erfolg. Aber einfach nur in der Branche erfolgreich sein, das will der 28-jährige gebürtige Bayer, der einige Zeit in Böhlerwerk lebte, nicht, denn seine Kunst ist echt, wie er sagt und keine verbogene Sache. Andreas spielt, weil er seinem Publikum etwas mitteilen möchte. Die Botschaft ist unüberhörbar: Liebe und Vertrauen, darauf bauen seine Titel auf. Die Texte sind von ihm selbst verfasst. „Am Beginn hatte ich Gedichte in der Schublade. Geschrieben hatte ich schon, bevor ich mit der Musik anfing“, erinnert sich Hruska an eine Zeit, die für ihn noch eine ganz andere war.

„Als junger Mensch erlebt man einen Entwicklungssprung nach dem anderen. Man lebt schnell und fühlt heute anders als noch vor einigen Jahren. Man entwickelt sich rapide, inklusive aller Höhen und Tiefen“, so Hruska. Einem dieser Höhenflüge verdankt er auch seine heutige Musik. „Im Alter von 21 Jahren entschied ich, nach Australien zu gehen“, erzählt er. Genauso spontan lief damals vor sieben Jahren auch alles ab.

In Australien die ersten Gitarrentöne

Ohne viel Geld in der Tasche stieg er in Australien aus dem Flieger. Am anderen Ende der Welt entdeckte er die Musik. „Die Gitarre besorgte ich mir erst dort.“ Das Land seiner Träume hat letztendlich nicht nur seinen Lebensstil, sondern auch seine Musik geprägt. Auf der Suche nach sich selbst fand er einen talentierten Musiker, dessen Herz für den Menschen und nicht das Materielle schlägt.

Dass dies nicht selbstverständlich ist, damit wurde Hruska im vergangenen Jahr konfrontiert, als er einen der begehrten Plätze der deutschen Talentenachwuchscastingshow „Das Supertalent“ erhielt. Am Beginn glaubte der Ausnahmekünstler noch nicht an das Echo, welches ihm später das Sprungbrett zu deutschlandweiter Bekanntheit im Fernsehen verschaffen sollte. Beim Supertalent erreichte er im Finale den zweiten Platz. Das war sie also, die Bestätigung für den eigenen Ehrgeiz, doch der Druck, der mit der neuen Position im Rampenlicht der Musikbranche verbunden war, zeigte dem lebensfrohen Künstler, dass es nicht alleinig zählt, den Fuß in der Tür eines großen Plattenproduzenten zu haben.

Als Hruska nach seinem Trip durch Australien nach Europa zurückkehrte, verschlug es den Simbacher Künstler dann nach Oberösterreich. Von Linz aus fuhr er durchs Land und lernte beim Böllerbauer in Haag seine Freundin kennen. „Mittlerweile sind wir leider getrennt“, bedauert Hruska. Über seine ehemalige Partnerin hatte er in Böhlerwerk seine Heimat gefunden.

In Bremen nahm er diesen Sommer seine erste Single auf. Der Titel: „Flieg mit mir zum Mond“. In Zukunft möchte er öfter in der Region Halt machen und seine Leidenschaft für die Musik mit seinen Fans teilen. Diese können sich schon auf die nächste Produktion von Andreas freuen: Im Sommer war Hruska wieder in Österreich. In Wien produzierte er sein erstes Album.