Erstellt am 23. März 2016, 06:04

von Andreas Kössl

Spatenstich: Büros und Altenbetreuung. Spatenstich für Coworking-Spaces und Gewerbeflächen auf Zell. Bürgermeister Werner Krammer schwebt Tagesbetreuungsstätte für Senioren am restlichen Areal vor.

Nahmen trotz Schneegestöber den Spatenstich vor: Die Bürgermeister Helmut Schagerl, Manfred Gruber und Werner Krammer, Baumeister Leopold Stockinger, Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger, Ybbsitzer Gemeinderat Gerhard Lueger, Stadtrat Kurt Hraby, Bauleiter Stefan Feistrizer, die Bürgermeister Josef Hofmarcher und Johann Lueger sowie Polier Johann Gröbl (v.l.).  |  NOEN, Foto: Kössl
Das ehemalige Areal der Firma Bene auf der Zell wird einer neuen Nutzung zugeführt. Bereits voll im Gange sind die Arbeiten an den drei Althäusern am Hauptplatz 1, 3 und 5. Hier realisiert der Wirtschaftspark Ybbstal im Dachgeschoß Coworking-Spaces – ein Gemeinschaftsbüro für Jungunternehmer und Firmengründer. Insgesamt acht derartige Arbeitsplätze werden geschaffen. Zusätzlich werden eine Teeküche, ein Aufenthaltsraum und ein Besprechungsraum eingerichtet.

„Wir wollen in Waidhofen Arbeitsplätze der Zukunft anbieten und mit innovativen Ideen von hier aus die Region beleben“, sagt Wirtschaftsstadtrat Kurt Hraby. Es gebe bereits Interessenten, aber noch keine fixen Zusagen. Im unteren Stockwerk entstehen Büroflächen. Der Übergabetermin an die Mieter ist für Frühjahr 2017 fixiert.

Alpenland realisiert Wohnungen 

Am Montag der Vorwoche erfolgte nun der offizielle Spatenstich für das Projekt. Neben den beiden Geschäftsführern der Wirtschaftspark Ybbstal GmbH, Stadtrat Kurt Hraby und Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger, nahmen daran auch die Bürgermeister der am Wirtschaftspark beteiligten Gemeinden, Werner Krammer (Waidhofen), Josef Hofmarcher (Ybbsitz), Johann Lueger (Opponitz), Manfred Gruber (Hollenstein) und Helmut Schagerl (St. Georgen/Reith), teil.

Neben den drei Althäusern sollen aber auch die beiden Hauptgebäude am Bene-Areal einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die Wohnbaugenossenschaft Alpenland wird hier Wohnungen realisieren, aber auch über junges und betreutes Wohnen wird nachgedacht. Im heurigen Jahr sollen die Planungsarbeiten für das Areal erfolgen. Für Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer bietet das Projekt „eine Jahrhundertchance für Waidhofen“.

Pflegeheim St. Leonhard schließt Pforten

„Es ist hier wirklich zielführend, sich für die Planung Zeit zu nehmen, damit man dann die bestmögliche Lösung umsetzen und die Belastung für die Anrainer so gering wie möglich halten kann“, sagt Krammer. „Derzeit denken wir über vieles nach, wie etwa Kleinkinderbetreuung oder weiteren Raum für Unternehmer.“

Als weitere mögliche Nutzungsvariante schwebt dem Stadtchef eine Tagesbetreuungsstätte für Senioren nach dem Vorbild der Gemeinde St. Georgen/Ybbsfelde vor. Diese dient als Entlastung für pflegende Angehörige. Ältere Menschen können ab 8 Uhr dorthin gebracht werden und verbringen dann in familiärer Atmosphäre und unter professioneller Betreuung den Tag. Um 16 Uhr kommen sie wieder nach Hause.

„Ich denke, dass gerade der Pflegesektor enorm wichtig ist“, so der Bürgermeister. „Realistischerweise werden die Pflegeplätze in den Heimen nicht mehr werden. Wenn man es aber schafft, dass man die Pflege zuhause so lange wie möglich durchführen kann und die pflegenden Angehörigen dabei bestmöglich unterstützt, dann ist das wirklich ein Weg, der uns für die Zukunft fit macht.“

Mit Ende März schließt nun auch das private Pflege- und Erholungsheim der Familie Harreither in St. Leonhard/Walde nach über 15 Jahren seine Pforten. Zwölf Pflegeplätze standen dort zur Verfügung. „Das Pflegeheim in St. Leonhard/Walde war eine wichtige Einrichtung. Es ist uns aber mit dem Landespflegeheim und den umliegenden Pflegeheimen gelungen, die Bewohner auf andere Häuser aufzuteilen, wo sie auch gut betreut werden“, so Bürgermeister Krammer.