Erstellt am 18. April 2016, 08:45

von Andreas Kössl

Bene-Jungtischler holte zwei Awards. Bene-Jungtischler Jakob Ofenberger aus Waidhofen an der Ybbs holte als einziger heimischer Teilnehmer bei den „World Wood Days“ Preis für Design und Performance.

Jungtischler Jakob Ofenberger und Bene-Lehrlingsausbildner Andreas Riedler mit jenem Übungsstück, das Ofenberger in Nepal beim »World Wood Day 2016« dann in 27 Stunden realisiert hat. Foto: Kössl  |  NOEN, Kössl

Ein Stapel mit Holzbrettern und Werkzeug war alles, was Jungtischler Jakob Ofenberger Ende März in Kathmandu vorgesetzt bekam, um daraus in 27 Stunden einen Schultisch samt Schulbank zu zimmern.

Der 21-jährige Waidhofner, der bei der Firma Bene tätig ist, war Österreichs einziger Teilnehmer beim „World Wood Day 2016“, der in der nepalesischen Hauptstadt über die Bühne ging. Dabei handelt es sich um einen internationalen Wettbewerb für Jungtischler unter 25 Jahren. 53 Nationen nahmen heuer daran teil, wobei allein im Bewerb des Waidhofners 18 Nationen antraten.

Werkstücke werden in Schule weiterverwendet

„Obwohl ich sehr gut vorbereitet war, machte sich bei mir am Anfang leichte Nervosität breit“, so Ofenberger. Wie der Jungtischler berichtet, habe es am ersten Tag keinen Strom gegeben und sei das Material anders als erwartet gewesen. Dennoch gelang es dem 21-jährigen die Aufgabe mit Bravour zu meistern und ein schlichtes, aber gleichzeitig modernes Werkstück, das ganz ohne Metallteile auskommt, zu produzieren.

Gleich zwei Awards – für Design und Performance – konnte er damit einheimsen. Ofenbergers Tisch und Bank werden in einer Schule in Nepal zum Einsatz kommen.

Mit Berufskollegen aus Indien, Tansania und Taiwan nahm der Waidhofner danach noch an einem Gemeinschaftsprojekt teil. „Eine ganz neue Erfahrung, mit Menschen aus aller Welt zusammenzuarbeiten“, so Ofenberger. Die Verständigung sei aber kein Problem gewesen, mit Englisch und mittels Skizzen habe man sich verständigt. Im Sinne der Nachhaltigkeit pflanzten die Teilnehmer nach dem Wettbewerb Bäume.

Schon in der Vergangenheit erfolgreich aufgetreten

Ofenberger ist gelerneter Tischlereitechniker und seit 2012 bei Bene tätig. Er hat die Meister- und Unternehmensprüfung absolviert und war schon in der Vergangenheit bei mehreren Wettbewerben erfolgreich.

Bene-Lehrlingsbeauftragter Andreas Riedler, der Ofenberger in der Vorbereitungsphase zum Wettbewerb unterstützt hat, ist stolz auf seinen Schützling. „Jakob hat tolle Arbeit geleistet und gezeigt, was unsere Nachwuchstischler drauf haben“, sagt er.

Lob kommt auch vom neuen Bene-Finanzchef Jörg Schuschnig: „Als internationales, weltweit tätiges Unternehmen, das Initiative und Eigenverantwortung der Mitarbeiter einen zentralen Stellenwert in der Personalentwicklung einräumt, hat Bene Jakob Ofenberger sehr gerne bei diesem Projekt unterstützt. Dieser Erfolg spiegle aber auch die solide Lehrlingsausbildung in der Bene Gruppe wider.