Erstellt am 25. Februar 2016, 05:04

von Andreas Kössl

Betrieb muss zusperren. Zimmerei Forstenlechner in Hollenstein wurde geschlossen. Rapider Einbruch der Auftragslage als Ursache. Fortführung kostendeckend nicht möglich. Zehn Mitarbeiter betroffen.

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Die Zimmerei Forstenlechner in Hollenstein ist Geschichte. Am Donnerstag der Vorwoche wurde der Familienbetrieb, den es bereits in vierter Generation gab und der die letzten 15 Jahre von Harald Forstenlechner geführt wurde, geschlossen.

Über das Unternehmen wurde im Oktober des Vorjahres auf Gläubigerantrag ein Konkursverfahren eröffnet. Die Gesamtverbindlichkeiten wurden damals mit 823.880 Euro beziffert, die Aktiva mit rund 90.000 Euro angegeben. Als Hauptgläubiger wurde mit knapp 600.000 Euro die Hausbank des Unternehmens genannt. Die NÖN berichtete.

Sanierungsbemühungen sind gescheitert

Bereits im Frühjahr 2013 war die Zimmerei Forstenlechner in eine Insolvenz geschlittert. Ein Sanierungsverfahren wurde eröffnet, wobei der Sanierungsplan bis Juni 2015 für die Gläubiger zur Gänze erfüllt worden sei, hieß es damals seitens des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV). Ein zweites Mal ging sich die Sanierung jedoch leider nicht aus.

Im Dezember sei die vorläufige Fortführung des Unternehmens mit dem Ziel eine Sanierung zu ermöglichen, beschlossen worden, so Masseverwalterin Christine Riess. Alle Bemühungen die Sanierung zu bewerkstelligen seien jedoch gescheitert. Es habe sich kein geeigneter Partner oder Investor gefunden. Da die weitere Fortführung kostendeckend nicht möglich sei, sei eine Schließung unumgänglich. Die Liquidation und Verwertung des Unternehmens folgen.

Von der Schließung sind zehn Dienstnehmer betroffen. Diese wurden am Freitag bei einer Betriebsversammlung informiert und haben ihr Dienstverhältnis mittlerweile mittels eines berechtigten vorzeitigen Austritts aufgelöst. Seit Montag seien sie am AMS gemeldet, berichtet die Arbeiterkammer.
Ursache für die Unternehmensschließung sei die Auftragslage, die rapide eingebrochen sei, heißt es aus dem Insolvenzreferat der Arbeiterkammer, obwohl vielfach festgehalten worden sei, dass das Unternehmen hochqualitativ arbeite.