Erstellt am 17. Januar 2018, 05:00

von Andreas Kössl

Krammer möchte NMS in Gemeindehände legen. NÖAAB-Kandidat Werner Krammer möchte Lehre aufwerten und Neue Mittelschulen in Gemeindehände legen. NMS sollen sich inhaltlich positionieren und so gegenseitig ergänzen.

Werner Krammer möchte, dass die Gemeinden Bildung zu ihrem Thema machen.  |  Kössl

Am dritten ÖVP-Listenplatz im Bezirk geht Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer am 28. Jänner ins Rennen.

"Bildung ist Schlüssel für guten Arbeitsplatz"

Nicht zuletzt aufgrund seines beruflichen Hintergrunds nennt der Spitzenkandidat des NÖAAB im Bezirk die Bildung als eines seiner zentralen Anliegen. „Die Bildung ist der Schlüssel zu einem guten Arbeitsplatz und wenn ich einen guten Arbeitsplatz habe, habe ich auch das Einkommen, dass ich ein gutes Leben führen kann“, sagt er.

Sowohl die Lehre als auch die Neuen Mittelschulen möchte der Waidhofner Stadtchef aufwerten. Bei der Lehre sei man in der Region mit dem Zukunftscampus, der in Waidhofen gerade im Entstehen ist, am Puls der Zeit. Oft unter Wert geschlagen werde aber auch die Neue Mittelschule. Ähnlich wie bei der Musikschule möchte Krammer, dass sich die Gemeinden bei der Gestaltung der Neuen Mittelschulen einbringen können.

"Wer zahlt, soll auch anschaffen"

„Bei der Musikschule stellen wir als Gemeinde unter Beweis, dass wir auch eine pädagogische Ausrichtung mitgestalten können“, sagt der ÖVP-Kandidat. „Im Mittelschulbereich sind wir als Gemeinde nur Schulerhalter. Bei der Gestaltung haben wir keine Mitsprache. Doch wer zahlt, soll auch anschaffen. Deshalb sollte man sich überlegen, die Mittelschulen komplett in Gemeindehände zu geben.“

Ähnlich wie bei den Musikschulen schwebt dem Waidhofner Stadtchef vor, Mittelschulverbände zu gründen, in denen eine inhaltliche Abstimmung erfolgen soll. „Es ist notwendig, dass sich die Mittelschulen noch viel mehr positionieren und Schwerpunkte setzen. Dadurch würden die Mittelschulen untereinander nicht konkurrieren, sondern sich gegenseitig ergänzen. Die Schüler würden dann wirklich ihrem Talent oder ihrer Neigung entsprechende Schwerpunkte vorfinden.“ Wenn die Gestaltungshoheit jedoch in Länderhand verbleibe, solle auch die Erhalterpflicht in Länderhand übergehen, meint Krammer.

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