Erstellt am 03. Juni 2016, 05:15

von Leo Lugmayr

Bordunmusik begeisterte. Zum 25. Mal fanden die BordunMusikTage der NÖ Volkskultur statt. Heuer wurden sie unter der Leitung von Christian Blahous in Waidhofen beherbergt.

39 Musiker nahmen an den BordunMusikTagen in Waidhofen teil. Claudia Lueger (stehend, l.) von der NÖ Volkskultur und Musikschuldirektor Christian Blahous (vorne, 2.v.l.) organisierten sie.  |  NOEN, Foto: Lugmayr

Bock, Hümmelchen, Säckpipa, Schäferpfeife, Uilleann Pipes, Sackpfeife oder Kaval – wer kennt diese Instrumente schon? Von den Borduninstrumenten sind am ehesten noch Maultrommel und Drehleier ein Begriff. Die Welt der Bordunmusik erschließt sich nicht vielen Kennern, doch wer in sie eintaucht, der ist meist fasziniert von ihrer Exotik und ihrem Klangreichtum, ganz zu schweigen von den eigenen musikalischen Gesetzen, denen sie gehorcht.

Der Ausdruck „Bordun“, der so viel wie „Brummbass“ bedeutet, bezieht sich auf den tiefen Halteton, der die Stücke stets begleitet und zu einem Spiel von konsonanten und dissonanten Akkorden führt, das die ausgeprägte musikalische Farbigkeit entstehen lässt.

Die BordunMusikTage fanden erstmals vor 25 Jahren auf Initiative des Volkskulturgeschäftsführers Edgar Niemeczek statt und sind aus der österreichischen Bordunmusikszene nicht mehr wegzudenken. Musikschuldirektor Christian Blahous widmet sich seit 17 Jahren der Bordunmusik, sowohl als Sackpfeifer und Spieler diverser historischer Instrumente und ist seit 2009 Leiter der BordunMusikTage.