Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 20. Oktober 2016, 05:28

von Andreas Kössl

Wasserkraft im Fokus. „Kleinwasserkraft Österreich“ tagte im Schloss an der Eisenstraße. Interessensvertretung fordert Fördergelder.

Landessprecher Hannes Taubinger, „Kleinwasserkraft-Österreich“-Präsident Christoph Wagner und Geschäftsführer Paul Ablinger bei der Tagung in Waidhofen.  |  NOEN, Kössl

Die diesjährige Jahrestagung des Branchenverbands „Kleinwasserkraft Österreich“ ging vergangene Woche im Schlosscenter Waidhofen über die Bühne. „Kleinwasserkraft Österreich“ ist die als gemeinnütziger Verein organisierte Interessensvertretung der österreichischen Kleinwasserkraftbetreiber, -planer und -zulieferer. Derzeit hält man bei ca. 1.100 Mitgliedern.

Herausforderungen des niedrigen Strompreises

In Waidhofen wurden nun an zwei Tagen neueste Produkte aus der Branche präsentiert und zu verschiedensten Aspekten der Kleinwasserkraft referiert und diskutiert. Rund 350 Branchenvertreter und Interessierte nahmen teil. Begrüßungsworte kamen von Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer. „Wir sind selbst Standort eines Kleinwasserkraftwerks. Noch dazu kann in Waidhofen in Schwellöd die Historie der Kleinwasserkraft besichtigt werden“, so der Stadtchef.

Breiten Raum bei der Tagung in Waidhofen nahmen die Herausforderungen des niedrigen Strompreises für die österreichischen Kleinwasserkraftbetreiber ein.

Niedriger Strompreis und teure Investitionen

Diese erläuterten der Präsident der Kleinwasserkraft Österreich, Christoph Wagner, Geschäftsführer Paul Ablinger und der NÖ Landessprecher Hannes Taubinger am Freitag im Schlosshotel gegenüber der Presse. Österreich sei „das Silicon Valley der Wasserkraft“, so Präsident Wagner. Rund 50 Prozent des Energiebedarfs der österreichischen Haushalte könnten mit Energie aus heimischer Kleinwasserkraft abgedeckt werden. Eine große Herausforderung sei aber das derzeit „katas

trophale Preisniveau“, so Landessprecher Taubinger. Dazu komme, dass die Kraftwerksbetreiber durch die Wasserrahmenrichtlinie kostenintensive ökologische Maßnahmen, wie Fischaufstiegshilfen, durchzuführen haben, diese aber nicht gefördert würden.

„Wir stehen hinter dieser Ökologisierung“, sagt Präsident Wagner. „Wir möchten aber, dass die Politik Fördermittel dafür freigibt.“