Erstellt am 22. Juni 2016, 12:50

von Beate Riedl

Bub vor Flammen gerettet. Andreas Reitbauer rettete einer Familie, die auf Urlaub fahren wollte, das Leben: Er warnte sie vor dem Feuer und zog einen 9-Jährigen aus dem brennenden Fahrzeug.

Andreas Reitbauer half einem Jungen (9) aus dem Auto und versuchte mit dem Feuerlöscher, den Brand zu löschen.  |  NOEN, Reitbauer, privat

„Das ist für mich keine Heldentat, sondern einfach selbstverständlich“, sagt Andreas Reitbauer (48) bescheiden. Der Feuerwehrmann aus Rosenau (Gemeinde Sonntagberg) rettete am Freitag einer ungarischen Familie, deren Auto auf der Außenringautobahn kurz vor der Einfahrt auf die A1 im Gemeindegebiet von Altlengbach in Flammen aufging, das Leben.

Reitbauer war gerade auf dem Heimweg von einer Dienstreise, als das vor ihm fahrende Auto stark zu rauchen und brennen begann. Mit Lichtzeichen versuchte er, den Lenker des Pkw darauf aufmerksam zu machen und anzuhalten. In einer Pannenbucht blieb der Ungar schließlich stehen, dann ging alles ganz schnell: Alle Insassen sprangen aus dem Auto, um sich in Sicherheit zu bringen, doch ein Bub (9) konnte sich nicht so schnell befreien, seine Mutter wollte ihm helfen, doch ihr gelang es nicht. „Also bin ich hin und habe den Buben aus dem brennenden Auto herausgezogen“, erinnert sich der Feuerwehrmann an die bangen Sekunden.

Reitbauer und ein weiterer Ersthelfer versuchten, mit dem Feuerlöscher den Brand in den Griff zu bekommen, doch ohne Erfolg. Die Feuerwehr Hochstraß (Bezirk Baden) rückte aus, um das Feuer zu löschen.
Außerdem wurde die Eichgrabner Rettung zum Einsatzort gerufen, doch es konnte Entwarnung gegeben werden. Niemand wurde verletzt.

„Die Mutter der Familie hat mich am Nachmittag noch einmal angerufen und sich herzlich bedankt. Sie erzählte mir ,dass sie nun ein Leihauto haben und ihren geplanten Urlaub in Salzburg trotz aller Zwischenfälle wie geplant machen werden“, berichtet Reitbauer.