Erstellt am 20. Mai 2016, 15:24

von Andreas Kössl

"Das Geheimnis der Welt" im Schillerpark. Land-Art-Installation von Heidi Tschank eröffnet. Das Dominieren der Natur über den Menschen als zentrales Motiv.

Heinrich Rakuschan, Künstlerin Heidi Tschank, Ursula Schrefl (Kulturvernetzung), Bürgermeister Werner Krammer und Stadtgärtner Jan Fabian (v.l.) bei der Eröffnung des Land-Art-Projekts im Schillerpark.  |  NOEN, Kössl

Das Geheimnis der Welt“ wurde am vergangenen Donnerstag gelüftet. So nennt sich das Projekt, das die Wiener Künstlerin Heidi Tschank im Rahmen des NÖ Viertelfestivals im Waidhofner Schillerpark umgesetzt hat mit dem Untertitel „Expanded Fields“. Dabei handelt es sich um eine Land-Art-Installation, bei der Tschank gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Heinrich Rakuschan Teile der Grasnarbe im Park abgetragen und so ein sternförmiges Ornament aus Erde geschaffen hat. Das Kunstwerk ist aber nur temporär, schließlich geht es der Künstlerin darum, dass die Natur sich letztendlich zurückholt, was der Mensch ihr genommen hat.

Am Donnerstagvormittag wurde die Installation von Bürgermeister Werner Krammer eröffnet. Für die musikalische Umrahmung sorgte Gerald Etzler mit Gitarre und Mundharmonika. „Als ich von dem Projekt gehört habe, wollte ich es unbedingt in Waidhofen umsetzen“, so der Stadtchef. Der Ansatz, dass die Natur alles wieder ins Lot bringe, sei in der heutigen Zeit ein ganz wichtiger und passe gut nach Waidhofen, da die Themen Natur, Grünraum und Garten hier groß geschrieben würden. „Ich freue mich, dieses Projekt dem Lauf der Zeit übergeben zu dürfen“, so Krammer.

Natur sei stärker als Mensch

Die Künstlerin zitierte aus Sigmund Freuds „Die Zukunft einer Illusion“, wo es heißt, die Natur sei stärker als der Mensch. „Zentral bei dem Projekt war es, etwas zu machen, was wieder so wird, wie es war“, so Tschank, die mit „Das Geheimnis der Welt“ in Waidhofen ihr mittlerweile viertes Nature-Art-Kunstwerk realisiert hat.

Am 31. Juli um 11 Uhr wird es eine neuerliche Begehung der Installation geben. Dabei wird nachgeschaut, was sich verändert hat. Danach steht eine kleine Feier im Schillerpark an.