Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:27

Der Straßenverkehr ist kein Kinderspiel!. Die Verkehrssituation vor vielen Schulen birgt oft Risiken. AUVA und KFV fordern: Schluss mit dem " Elterntaxi"!

Martin Heiligenbrunner (Verkehrsreferent Magistrat Waidhofen), Pflichtschulinspektor Leopold Schauppenlehner, Bürgermeister Werner Krammer, Volksschuldirektorin Ruth Salamon, Christian Kräutler (Kuratorium für Verkehrssicherheit KFV), Elternvereinsobmann Gunnar Scholz und Bernd Toplak (Allgemeine Versicherungsanstalt AUVA) (hinten, v.l.) mit den Schülern der Familienklasse der Volksschule Pocksteinerstraße, die künftig mehr zu Fuß zur Schule kommen wollen.  |  NOEN, NÖN

Die Verkehrssituation vor vielen Schulen birgt allzu oft ein enormes Risiko für unsere Kinder. Gemeinsam wollen die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) Abhilfe schaffen. Das Rezept gegen Halten und Parken in zweiter Spur, zugeparkte Zebrastreifen und gefährliche Reversiermanöver: Schluss mit dem „Elterntaxi“! Befreit vom massenhaften Pkw-Zustrom wird das Schulumfeld zur verkehrsberuhigten Zone.

„Zu Fuß gehen ist gefährlich und gesund.“ Bernd Toplak von der AUVA hat sich vor der Volksschule in der Plenkerstraße selbst ein Bild gemacht. „Wir haben heute in der Früh das Chaos gesehen, das vor Unterrichtsbeginn vor der Schule herrscht“, so sein Resümee. „Eltern bleiben in zweiter Spur stehen, Kinder schlängeln sich zwischen den Autos durch, Schulbusse können nicht zur Ausstiegsbucht zufahren“, so Top-lak. Dass hier Handlungsbedarf besteht, betont auch Volksschuldirektorin Ruth Salamon: Je mehr Schüler zu Fuß zur Schule kommen, desto geringer wird das Gedränge. „Würden alle Kinder der Volksschule Plenkerstraße mit dem Auto bis vor das Schultor gefahren, ergäbe dies rein rechnerisch eine Kolonne von einem Kilometer“, hat Doppler ausgerechnet.

Weitere Zebrastreifen werden geprüft

Bürgermeister Werner Krammer hat seinerseits eine Lösung parat: „Wir werden prüfen, ob zusätzliche Zebrastreifen mehr Sicherheit schaffen können.“ Zufrieden mit der Kampagne der AUVA, die seit drei Jahren jeweils an sieben Schulstandorten in NÖ durchgeführt wird, zeigt sich Pflichtschulinspektor Leopold Schauppenlehner: „Die Bewusstseinsbildung kann dazu beitragen, dass Unfälle auf dem Schulweg noch weniger werden“, ist er überzeugt. Für Gunnar Scholz, Elternvereinsobmann der VS Plenkerstraße, ist die Vorbildwirkung ausschlaggebend: „Wenn so weit wie möglich alle Eltern und Lehrer-Innen zu Fuß zur Schule kommen, werden sich Kinder daran ein Vorbild nehmen.“

Ob mehr Radfahren eine Teillösung des Problems wäre? Toplak: „Da empfehlen wir, die Fahrradprüfung zu machen. Wichtig wäre in jedem Fall ein Fahrradhelm, denn wer Rad fährt, der stürzt auch einmal.“ Tatsache sei, dass der Großteil der Kinder, die am Schulweg verletzt werden, im Auto ihrer Eltern verunfallen und nicht am Rad. Gemeinsam mit Eltern, Schule und Polizei wurde ein Empfehlungskatalog ausgearbeitet (siehe Infobox), der allen Schülern mit nach Hause gegeben und abholenden Eltern überreicht wurde.

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