Erstellt am 08. Juni 2016, 05:55

von Andreas Kössl

Ein geteiltes Auto. SPÖ-Vize plädiert für E-Carsharing-Modell. Stadtchef bereits in Gesprächen. Waidhofner setzt Carsharing ohne „E“ mit Verein um.

Der Waidhofner Jakob Anger ist gerade dabei, einen Carsharing-Verein zu gründen.  |  NOEN, Foto: Kössl
Für eine Förderung der Elektro-Mobilität spricht sich SPÖ-Vizebürgermeister Martin Reifecker aus. Die NÖN berichtete. Neben der Installierung von E-Tankstellen im Stadtzentrum plädiert Reif-
ecker auch für ein E-Carsharing-Modell für Waidhofen.

Der Begriff „Carsharing“ meint, dass sich mehrere Benutzer ein Fahrzeug teilen. „Ein privat genutztes Auto wird im Durchschnitt nur eine Stunde am Tag bewegt. Daher ist es eigentlich mehr ein Stehzeug als ein Fahrzeug“, so Reifecker. Daher mache Carsharing Sinn, so der SPÖ-Vize, am besten mit modernen umweltfreundlichen Elektroautos. Am Dienstag (nach Redaktionsschluss) lud Reifecker zu einer ersten Interessentenrunde zum Thema ein.

Potenzial ist vorhanden 

Bürgermeister Werner Krammer (WVP) führe schon seit einiger Zeit Gespräche mit potenziellen E-Carsharing-Anbietern und prüfe Möglichkeiten für weitere E-Tankstellen, heißt es aus dem Magistrat. „Das Schaffen von alternativen Mobilitätsangeboten ist wesentlich für eine erfolgreiche Standortpolitik“, so der Stadtchef. Umweltstadtrat Fritz Hintsteiner (WVP) war kürzlich beim E-Mobilitätstag in der Wachau, um sich zum Thema zu informieren.

Seit Herbst 2015 beschäftigt sich der Waidhofner Jakob Anger mit dem Thema Carsharing. Um ein derartiges Angebot in Waidhofen verfügbar zu machen, hat er das Heft selbst in die Hand genommen und sich mit einer Online-Umfrage auf die Suche nach Interessenten gemacht. „Das Ergebnis hat gezeigt, dass Potenzial vorhanden ist und die Sache machbar scheint“, sagt Anger. Bei einem ersten Treffen Mitte Mai fanden sich 15 Interessierte ein. Nun nimmt das Vorhaben konkrete Formen an. Ein Carsharing-Verein befindet sich gerade in der Gründungsphase. Infos gibt es unter carsharing.wy@posteo.at oder via Facebook.