Erstellt am 20. Juni 2016, 08:22

von Andreas Kössl

Ein Haus für acht Kinder. Acht Kinder haben in neuer Außenwohngruppe des Kinder- und Jugendbetreuungszentrums Reichenauerhof am Pfarrerboden neues Zuhause gefunden.

Pflichtschulinspektor Leopold Schauppenlehner, Stadtpfarrer Herbert Döller, Michelle, Landesrat Maurice Androsch, Patricia, Direktorin Sonja Kirchweger, Bürgermeister Werner Krammer, Severin Nagelhofer (Land NÖ, Abteilung Landesheime) und Silvia Czarda-Hackl (Landespersonalvertretung) bei der Eröffnung der Außenwohngruppe.  |  NOEN, Kössl
Ein neues Zuhause haben acht Kinder zwischen viereinhalb und vierzehn Jahren am Pfarrerboden in Waidhofen gefunden. Bisher waren sie im Kinder- und Jugend-Betreuungszentrum (KiJuB) Reichenauerhof untergebracht. Seit Februar wohnen sie als Außenwohngruppe in ihrem eigenen Haus mit Garten.

Betreut werden sie dabei freilich rund um die Uhr – von Sozialpädagogen, Gruppenhelfern und einem Zivildiener. Mit einem Standort in der Reichenauerstraße ist das Haus in der Pfarrerbodensiedlung nun die zweite Außenwohngruppe des KiJuB Reichenauerhof.

Am Dienstag vergangener Woche wurde die neue Wohngruppe vom Waidhofner Stadtpfarrer Herbert Döller gesegnet und von dem in der Landesregierung für die Kinder- und Jugendhilfe zuständigen Landesrat Maurice Androsch seiner Bestimmung übergeben. Danach lud man zu einer kleinen Feier in den Reichenauerhof.

"Gefunden über willhaben.at"

Gefunden habe man das Haus über die Internetplattform willhaben.at berichtete Direktorin Sonja Kirchweger. Mit dem Vermieter sei man sich rasch einig geworden, und so habe man das Haus im November schließlich gemietet. Nach einigen notwendigen Umbauarbeiten konnten die Kinder bereits im Februar siedeln.

Zwei der jungen Bewohnerinnen, Michelle und Patricia, stellten ihr neues Zuhause vor und berichteten von ihrem Alltag in der Pfarrerbodensiedlung. Gemeinsam wird gekocht und gegessen, gespielt und gelernt und der Gemüsegarten gepflegt. „Wir fühlen uns sehr wohl in unserem neuen zuhause“, so die beiden Mädchen. „Besonders schön ist es, Freunde hierher einzuladen.“

Das Ziel des Kinder- und Jugenbetreuungszentrums sei, dass die Kinder zu gemeinschaftsfähigen, eigenverantwortlichen und existenzfähigen Menschen heranwachsen, so die pädagogische Leiterin Susanne Thummerer. „Das Konzept der Außenwohngruppe stimmt“, meinte Severin Nagelhofer von der Abteilung Heime am Land NÖ. Damit würden familienähnliche Strukturen verstärkt.

„Unser oberster Auftrag muss sein, den Kindern ein eigenständiges Leben zu ermöglichen“, sagte Landesrat Androsch. Die Außenwohngruppe Pfarrerboden leiste dazu einen wesentlichen Beitrag.