Erstellt am 06. Januar 2016, 05:33

von Leo Lugmayr

Eisenstraße sieht sich als Leistungsregion. 2016 wollen Unternehmer der Region und die Eisenstraße große Schritte in Richtung Metal Highway setzen.

Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger und der Industrielle Thomas Welser (v.l.) wollen gemeinsam Impulse setzen, um die Region zum Metal Highway und zur Region für Leistungswillige zu machen. Dafür gilt es Strukturen aufzubrechen und sich der eigenen wirtschaftlichen Wurzeln zu besinnen.  |  NOEN, Foto: Lugmayr
YBBSTAL | Die Region Eisenstraße leidet unter Abwanderung. Die Realisierung eines Metal Highway – einer Art moderner Schwerpunktraum für Metallverarbeitung – könnte den Trend stoppen. Das meinen Initiatoren der Metal-Highway-Initiative rund um Thomas Welser, dem Welser-Profile-Geschäftsführer mit international über 1.800 Mitarbeitern. „Unsere Wurzeln liegen im Eisengewerbe und in der Eisenindus-trie. Darauf müssen wir aufsetzen“, so Welser. „Es geht da-rum, aus der Region heraus etwas zu entwickeln“.



Entscheidend dafür wird sein, wie es gelingt, Start-ups von Firmen möglich zu machen, Interessensgruppen zusammenzuführen und die Vernetzungen der kreativen Köpfe herzustellen. Gerade dafür ein Konzept zu entwickeln, hat Welser nun mit Unternehmern der Region, der Zukunftsakademie Mostviertel und Andreas Hanger von der Eisenstraße NÖ als Partner im LEADER-Programm der EU angegangen. „Schaffen wir für innovative Kräfte und Unternehmen Räume und Bedingungen, in denen diese sich entwickeln können, dann kann dies zu einer Schubumkehr in der Abwanderung hin zur Zuwanderung führen“, sagt Welser.

Für leistungswillige Menschen hohe Attraktivität

Als Arbeitstitel dafür wurde bereits der Ausdruck „Metal Highway“ geprägt. „Gefordert ist dafür auch die Politik etwa in der Frage der Schaffung eines Breitbandinternets“, so Welser. Aber auch Bildung und Ausbildung, die entsprechende Fachkräfte für den Metal Highway bereitstellen, sind nötig. „Dafür bedarf es aber auch der Zuwanderung“, sagt Hanger, „regional, national und international.“ Über einen Magneten, der einen Sog an Zuwanderung über ein innovationsfreudiges Wirtschaftsklima hinaus verstärken könnte, sind sich Welser und Hanger einig: „Wir leben in einer Region mit sehr hoher Lebensqualität. Das wird sich als Standortvorteil herausstellen“, sind sie überzeugt.

Ein Metal Highway könnte dann für leistungswillige Menschen hohe Attraktivität haben. „Und wir werden aus der Abwanderungsregion zur Aufbruchs- und Leistungsregion, wie einst im amerikanischen Silicon Valley“, so Hanger.