Erstellt am 13. April 2016, 04:14

von Andreas Kössl

Europa im Kamera-Fokus. Filmfestival / 162 Filme aus 35 Ländern bei Crossing Europe von 20. bis 25. April in Linz. Lokale Produktionen flimmern neben international ausgezeichneten Filmen über die Leinwand.

Filmschaffende aus der Region sind beim Crossing Europe Filmfestival auch heuer wieder stark vertreten, wie etwa »Mein Name ist. Ich bin.«, den Regisseurin Claudia Dworschak mit Asylwerbern realisiert hat.  |  NOEN, Crossing Europe

LINZ | Die Vielseitigkeit des europäischen Filmschaffens wird einmal mehr zwischen 20. und 25. April in Linz in den Fokus gerückt, wenn in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zum bereits 13. Mal das Filmfestival „Crossing Europe“ über die Bühne geht.

162 Filme aus 35 Ländern warten auf die Besucher und geben auf vielfältige und unkonventionelle Art und Weise cineastische Einblicke in europäische Lebenswelten und gesellschaftspolitische Zusammenhänge. Spielfilme stehen neben Dokumentationen, Musikvideos neben Experimentalfilmen, das Sozialrealistische neben dem Fantastischen. International ausgezeichnete Filme, die erstmals und oft auch das einzige Mal in Österreich zu sehen sein werden, finden sich dabei ebenso im Programm wie Werke lokaler Filmschaffender.

Publikumsgespräche, Workshops und Partys

Wie umfassend und vielfältig dieses ist, wird in der Sektion „Local Artists“ deutlich. „Mein Name ist. Ich bin.“ von Claudia Dworschak ist hier etwa zu sehen – ein Dokumentarfilm, den sieben Asylwerbende, die derzeit in Neuhofen/Krems wohnen, zusammen mit dem Produktionsteam gestaltet haben. Das Ergebnis ist ein unsentimentales Porträt über den nicht immer einfachen Neuanfang in einem fremden Land.

Die Dokumentation „One Day in Sarajevo“ von Jasmila Žbanic nimmt hingegen die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo zum Ausgangspunkt, um über die Stadt, die 100 Jahre später diesem für Europa so einschneidenden Ereignis gedenkt, zu erzählen.

Wieder ganz anders der Oscar-nominierte Spielfilm „Krigen“ von Tobias Lindholm: Hier steht ein dänischer Militärkommandant und Familienvater im Zentrum, der sich nach seiner Stationierung in Afghanistan vor Gericht verantworten muss, weil bei einem Einsatz unschuldige Zivilisten getötet wurden.
Publikumsgespräche, Workshops, Installationen, Konzerte und Partys runden das Filmfestival ab. Das vollständige Programm findet sich unter www.crossingeurope.at .