Erstellt am 30. Juni 2016, 10:09

Bio-Betrieb Hohenlehen kooperiert mit Sarah Wiener. Sarah Wiener, die wohl bekannteste Köchin im deutschen Sprachraum, stattete der Bergbauernschule Hohenlehen einen Besuch ab, um sich über den biologisch geführten Schulbetrieb eingehend zu informieren.

Auch der Schulstall wurde besichtigt. Die Personen v. l.: Sarah Wiener, Fachlehrer Ing. Franz Reiterlechner und Fachlehrerin Dipl.-Ing. Maria Ottenschläger.

 
 |  Jürgen Mück

„Wiener interessierte sich neben dem schulischen Ausbildungsangebot besonders für den Schulstall, die Schafhaltung, den Schlachtbetrieb und den Ab-Hof-Laden. Vor allem auch deswegen, wie sie seit kurzem selbst Besitzerin eines Bio-Gutes in Brandenburg ist“, betont Direktor Ing. Leo Klaffner.

„Bei der Gelegenheit schlossen wir auch eine Kooperation, damit unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Betrieb eine viermonatige Fremdpraxis absolvieren können. Ich bin davon überzeugt, dass die Schülerinnen und Schüler von diesem Auslandsaufenthalt stark profitieren werden“, stellt Direktor Klaffner fest.

Auch bei der Eröffnung des neuen Schlossteiches der Schule war die Koch-Prominenz dabei und zeigte sich über die anlaufende Fischzucht sehr begeistert.

"Produkte aus der Region - wenig Verarbeitung"

„Bei diesem ersten Arbeitsgespräch verstand man sich auch deswegen sehr gut, weil Wieners Credo ident ist mit dem der Bergbauernschule Hohenlehen: Produkte aus der Region, möglichst wenig Verarbeitung, Essen im Einklang mit der Jahreszeiten, artgerechte Tierhaltung, keine Pestizide, keine Monokulturen, keine Hochleistungszüchtung und keine Gentechnik. In Summe eine zukunftsweisende Strategie, welche auf die Menschen, die Tiere, die Natur und die Ressourcen Rücksicht nimmt“, weiß Tierzuchtlehrerin Dipl.-Ing. Maria Ottenschläger.

„Fleisch aus Massentierhaltung ist nur billiger, weil weder die Kosten für die Umwelt noch die schädlichen Auswirkungen auf künftige Generationen eingerechnet werden“, betonte Sarah Wiener, die das Kochen und Essen im deutschsprachigen Raum stark verändert hat.

Dabei geht es um gute Küche, nicht um Sterneküche. Es geht um einen demokratischen Zugang zu gesunder und gut schmeckender Ernährung. „Gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“ lautete das Motto ihrer 2007 gegründeten Stiftung.