Erstellt am 22. Februar 2016, 12:07

Filmbühne Waidhofen zeigt "Iraqi Odyssee". Wütende bärtige Männer. Autobomben. Schluchzende Frauen in schwarzen Umhängen. Zerstörte, staubige Landschaften: Bilder westlicher Nachrichten aus dem Irak von heute.

Der Verein Filmzuckerl und der Weltladen Waidhofen zeigen »Iraqi Odyssee« am Dienstag, 1. März, in der Filmbühne Waidhofen.  |  NOEN, Foto: Polyfilm

Dem gegenüber stehen Erinnerungen aus den 50er bis 70er Jahren: Frauen in schicken Kleidern studieren an der Universität und werden von zuvorkommenden Männern in eleganten Anzügen begleitet. Überall ist moderne arabische Musik

zu hören. Die Kinos zeigen amerikanische, indisch und arabische Filme. Trotz Demonstrationen und Kritik an der kolonialen Tradition des Westens dominiert ein ausgeprägter Glaube an den Fortschritt und die Teilhabe an der modernen Welt. Fünfzig Jahre später ist davon nichts mehr geblieben. Heute lebt jeder fünfte Iraker in der Diaspora. Der Filmemacher Samir – im Irak geboren, in der Schweiz
aufgewachsen – erzählt die Geschichte seiner irakischen Familie, die verstreut auf der ganzen Welt in Auckland, Moskau, Paris, London und Buffalo lebt. Seine Familie schildert den Traum von Moderne, gesellschaftlichem Fortschritt und dem Wunsch nach Freiheit.

In seinem genau recherchierten und mit wunderbarem historischem Bildmaterial ausgestatteten Epos „Iraqi Odyssee“ erzählt

Samir nicht nur die Geschichte seiner Familie, sondern die des ganzen Irak.


Iraqi Odyssee

Zum Film: CH/D/IQ 2015; 90 Minuten; Regie: Samirm Dienstag, 1. März, 19.30 Uhr, Filmbühne Waidhofen
Kartenvorverkauf: Weltladen Waidhofen, 07442/54428
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