Erstellt am 23. April 2015, 05:30

von Andreas Kössl

Europareise im Kino. 160 Filme aus 45 Ländern stehen bei "Crossing Europe" von 23. bis 28. April am Programm. Lokale Künstler stark vertreten.

Der Eröffnungsfilm „Auf der Suche nach Isolde“ folgt der Tanzpionierin Isolde Klietmann auf ihrer Reise durch Europa.  |  NOEN, Crossing Europe

Das zeitgenössische europäische Filmschaffen steht vom 23. bis zum 28. April einmal mehr im Mittelpunkt, wenn in Linz zum bereits zwölften Mal das „Crossing Europe“-Filmfestival in die Kinosäle der Landeshauptstadt Einzug hält. Insgesamt 160 Filme aus 45 Ländern stehen auf dem Programm.

Dabei werden vor allem Filme gezeigt, die konkrete soziale und ökonomische Lebensrealitäten in den Fokus rücken – zu einem Gutteil wieder aus Ländern, die auf der filmischen Landkarte im regulären Kinobetrieb meist fehlen. So ist das aktuelle filmische Schaffen aus Osteuropa bei „Crossing Europe“ einmal mehr äußerst präsent. Dem russischen Filmemacher Sergei Loznitsa ist da etwa ein Tribut gewidmet.

Breiter Raum für lokale Filmemacher

Aber auch dem Filmschaffen lokaler Filmemacher wird wieder breiter Raum gegeben. So finden sich in der Sektion „Local Artists“ wieder höchst ambitionierte Werke regionaler Künstler, die Europa ebenso filmisch durchstreifen.

So folgt etwa „Auf der Suche nach Isolde“ von Barbara Windtner der Tanzpionierin Isolde Klietmann von Slowenien über Österreich nach Argentinien oder porträtiert „Evdeki Ses – 22m2Österreich“ eine türkische Familie, die vor 40 Jahren als Gastarbeiter nach Österreich kam.

Genrekino zwischen Phantastischem und Schrecklichem

Neben der Fülle an sozialrealistischen Arbeiten wird mit der Sektion „Nachtsicht“ auch wieder dem Genrekino zwischen Phantastischem und Schrecklichem Platz eingeräumt.

Das detaillierte Programm von „Crossing Europe“ findet sich auf www.crossingeurope.at .