Erstellt am 28. September 2015, 12:12

von Markus Huebmer

Angebot für Unterkunft. Familie Schmidtkunz möchte Menschen auf der Flucht ein Heim im Meierhof in Hohenlehen geben. Gemeinde steht dem Vorhaben positiv gegenüber.

Gutsbesitzer Michael Schmidtkunz sieht es als seine Verantwortung als Christ zu helfen.  |  NOEN, Christa Hochpöchler

Die Hollensteiner Familie Schmidtkunz hat sich bereit erklärt, Menschen, die aus einer Notlage heraus flüchten mussten, eine Unterkunft im Meierhof in Hohenlehen anzubieten. Gutsbesitzer Michael Schmidtkunz hat diesbezüglich bereits positive Gespräche mit der Gemeindevertretung geführt.

„Sowohl Bürgermeister Manfred Gruber als auch die im Gemeinderat vertretenen Fraktionen sind dem Vorschlag sehr offen gegenübergestanden und haben zugestimmt, die Sache zu unterstützen“, sagt Schmidtkunz. Auch seine Familie stehe hinter dieser Idee. „Meine Grundeinstellung ist vom Christlich-sozialen geprägt.“ In der jetzigen Situation bestehe die Verantwortung, jenen zu helfen, die über mehrere tausende Kilometer geflohen seien. „Die Entscheidung zur Flucht stelle ich mir nicht leicht vor, denn jeder Mensch hat an einem gewissen Ort seine Wurzeln. Schließlich wissen Personen, die ihr Land verlassen, nicht, ob sie je wieder in die Heimat zurückkehren können. Die Leute sind durch ein Martyrium gegangen“, so Schmidtkunz.

Auf Hilfe von Privatpersonen angewiesen

„Auch in unserem Ort stehen wir in der menschlichen Pflicht, den Asylwerbern zu helfen. Wir verschließen uns nicht davor“, sagt SPÖ-Vizebürgermeister Walter Holzknecht. Die Gemeinde habe jedoch keine Flächen, die als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden könnten. Man sei somit auf das Engagement von Privatpersonen angewiesen. Wenn man den Verteilungsschlüssel von 1,5 Prozent heranziehe, würden es 25 Personen sein, die in Hollenstein einen Platz bekommen sollten, rechnet Holzknecht vor.

Auch seitens der ÖVP begrüßt man die Initiative der Familie Schmidtkunz. „Wir können uns der Hilfeleistung nicht enthalten und begrüßen diese Bemühungen“, sagt ÖVP-Obmann Herbert Jagersberger. „Wenn es diese Möglichkeit geben wird, stehen wir voll dahinter.“

Schmidtkunz lobt die positive Einstellung der Hollensteiner Gemeindevertretung: „ Es ist eine tolle Entscheidung, dass man sich jenen Menschen öffnet, die Hilfe brauchen.“ Wann es so weit sein wird, kann der Gutsbesitzer noch nicht sagen. Das stehe derzeit nicht in seiner Verantwortung.