Erstellt am 29. Dezember 2015, 10:44

von Andreas Kössl

Funkelnde Pop-Perlen. Fijuka begeisterten beim traditionellen Weihnachtskonzert des Kulturvereins Frikulum im Bertholdsaal Weyer. Mit im Gepäck war ihr neues Album „Use my Soap“.

Fijuka sorgten im Bertholdsaal Weyer mit ihren Synth-Pop-Perlen für Begeisterung beim Publikum.  |  NOEN, Kössl
„Die Ukulele ist ein kleines, aber tückisches Instrument“, meinte Fijuka-Sängerin Ankathie Koi am Sonntag beim Weihnachtskonzert des Kulturvereins Frikulum in Weyer, um gleich darauf auf ebendieser „I’m On Fire“ von Bruce Springsteen als vom Publikum beharrlich eingeforderte Zugabe anzustimmen. Tückisch ist die Ukulele, weil sie, mit Arm- und Fingerschmuck gespielt, wie eine Sitar klingt aber wohl auch, weil man zu ihr eher schlecht tanzen kann. Das aber konnte das Publikum im Bertholdsaal zuvor beim mitreißenden Set von Fijuka sehr gut.

Fijuka – das sind Ankathie Koi (Gesang, Keyboard) und Judith Filimónova (Gesang, Bass) – zwei Damen, die mit ihrem Style und ihrem Sound fest in den 80ern verhaftet sind. Was den Synth-Pop des deutsch-österreichischen Duos einzigartig macht, sind zum einen die mitreißenden Melodien und hinterfotzigen Texte ihrer perfekten Popsongs, zum anderen die klassisch ausgebildete Stimme von Sängerin Koi.



Live sind die Damen ein Erlebnis. Gewandet in weiße Tüllröckchen und mit zur Dramatik neigenden Frisuren wurden sie im Bertholdsaal Weyer von zwei Herren im Ruderleiberl an Synthesizer und Schlagzeug unterstützt. Mit im Gepäck hatten sie ihr aktuelles Album „Use My Soap“, eine schlanke Sammlung kleiner, aber unwiderstehlicher Pop-Perlen.

Zwischen diesen wusste Sängerin Ankathie Koi das Publikum mit ihren vom Weyrer Marillenschnaps befeuerten Ansagen zu charmieren. Einmal mehr haben die Frikulum-Köpfe den richtigen Riecher bewiesen. Fest steht: So wie die Jahre davor nach dem Weihnachtskonzert in Weyer die Jahre von Bilderbuch und Wanda wurden, wird 2016 das Jahr von Fijuka werden.