Waidhofen an der Ybbs

Update am 12. Oktober 2016, 15:53

von Andreas Kössl

Waidhofen an der Ybbs wählt am 29. Jänner. Um Dauerwahlkampf abzukürzen wird Waidhofner Gemeinderatswahl früher angesetzt.

„Drei Wochen Wahlkampf sind besser als drei Monate Wahlkampf", sagt Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer.  |  Kössl

2017 stehen in der Statutarstadt Waidhofen Gemeinderatswahlen an. Nun steht auch der Wahltermin fest. Während die letzte Gemeinderatswahl vor fünf Jahren am 25. März 2012 über die Bühne ging, wird nächstes Jahr bereits am Sonntag, 29. Jänner, gewählt.

„Bundespolitisch herrscht derzeit Stillstand. Wir wollen schnell Klarheit, damit wir rasch weiterarbeiten können“, sagt Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer. Mit dem frühen Wahltermin will sich Waidhofens Stadtchef von bundespolitischen Entwicklungen klar abgrenzen.

„Wir wollen den Menschen nach einem Jahr Wahlkampf nicht noch ein weiteres Quartal Wahlkampf zumuten“, begründet Krammer seine Entscheidung. Am Dienstag wurden die Fraktionsobleute aller im Gemeinderat vertretenen Parteien ins Rathaus eingeladen, um über die Vorgangsweise zu beraten.

Die Statutarstadt Waidhofen wählt am 29. Jänner 2017.  |  NÖN.at, Kössl

"Für unsere Stadt arbeiten und nicht wahlkämpfen“

„Die Waidhofner erwarten von uns, dass wir für unsere Stadt arbeiten und nicht wahlkämpfen“ erklärte der Bürgermeister nach dem Gespräch. „Drei Wochen Wahlkampf sind meines Erachtens definitiv besser als drei Monate Wahlkampf. Ich hoffe sehr, dass auch die anderen Fraktionsobleute sich dieser Meinung anschließen.“

Die Gemeinderatswahl 2012 hatte der ÖVP den Verlust der absoluten Mehrheit beschert, sie kam auf 47,4 Prozent. Die SPÖ rutschte von 30 auf 23,4 Prozent ab, die "Unabhängige Wahlgemeinschaft" (UWG) steigerte sich von 10,7 auf 15,5 Prozent. Die Grüne Alternative (GAL) erreichte 4,2, die FPÖ 3,9 Prozent. Die Liste "Farblose Unabhängige Formierte Uniformierte" (FUFU) schaffte beim ersten Antreten mit 5,7 Prozent mit zwei Mandaten den Einzug ins Rathaus.

Die 40 Mandate im Waidhofner Gemeinderat teilten sich nach dem Urnengang wie folgt auf: ÖVP 20, SPÖ 10, UWG 6, FUFU 2, Grüne 1, FPÖ 1. 10.718 Stimmberechtigte waren zur Wahl aufgerufen, die Beteiligung betrug 73,2 Prozent.