Erstellt am 18. Juli 2016, 15:05

von Christa Hochpöchler

„Band-Projekt“ verbindet. Die Ortentwicklung „Gemeinsam für Böhlerwerk“ möchte dem Ort wieder mehr Identität geben. Auftakt war das Straßenfest auf der B121 im Rahmen des NÖ Viertelsfestivals.

„Was gibt es, um der Fliehkraft zu entfliehen? Das Band, das alles zusammenhält - das Band, das sich zu urbanen Möbeln falten lässt!“, brachte es der Ortsentwicklungsvereinsobmann Thomas Resch bei der Eröffnung des Straßenfestes am vergangenen Samstag auf den Punkt.

Im Rahmen des NÖ Viertelfestivals, das heuer unter dem Motto „Fliehkraft“ stand, arbeitete die Ortsentwicklung „Gemeinsam für Böhlerwerk“ ein Projekt zur Attraktivierung des Ortes aus. Das Ziel ist, dem Ort wieder Identität zu geben, die Wahrnehmung von der lärm- und staubbelasteten Ortsdurchfahr der B121 positiv zu verändern. Als gestalterisches Element wurde das Stahlband herangezogen, das seit Ende des 19. Jahrhunderts in Böhlerwerk produziert wird und bis heute an seiner wirtschaftlichen Bedeutung nichts verloren hat.

Lebensbedingungen verändert

Verändert haben sich jedoch die Lebensbedingungen, viele junge Böhlerwerker flüchten in umliegende Gemeinden, der ständig zunehmende Straßenverkehr verdrängt alle anderen Teilnehmer vom Lebensraum Straße. Mit dem „Band-Projekt“ soll nun das Bild der stark befahrenen Straße verändert werden, durch die Gestaltung soll sichtbar gemacht werden, dass hier auch Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen ist.

Mit einem abwechslungsreichen und attraktiven Programm beim Straßenfest konnte man die Fliehkraft zum Magneten umwandeln. Zahlreiche Besucher genossen die musikalische Umrahmung durch „die Steinbach“, die Band „Treibholz“, das Rhythmus-Ensemble „Drumball-Connection“, die „Cheer Tigers“ und einem Ensemble der Werksmusik Böhlerwerk. Verbindend war auch die Vielfalt der kulinarischen Angebote, vom „fingerfood-Buffet“ bis zu syrischen Köstlichkeiten.