Erstellt am 22. Juni 2016, 05:25

Grandioses Sommerkonzert. Mit dem Solocellisten der Wiener Philharmoniker Tamás Varga lud man einen der gefragtesten Solisten der österreichischen Klassikszene zum Konzert.

Kammerorchester-Vorstandsmitglieder Helmut Schwarz, Obmann Raimund Tremetsberger und Monika Putzer mit Solist Tamás Varga sowie Marlies und Wolfgang Sobotka (v.l.).  |  NOEN, Leo Lugmayr

Die Sommerkonzerte des Kammerorchesters Waidhofen haben stets etwas Forderndes. Mit der Einladung an den Solocellisten der Wiener Philharmoniker Tamás Varga, mit dem Orchester Edouard Lalos Konzert für Violoncello und Orchester in d-moll zur Aufführung zu bringen, hatte man bei der Programmwahl einem Wegbereiter des Impressionismus die Ehre gegeben.

Der französische Komponist, der mit diesem Werk und seiner „Symphonie espagnola“ 1877 den Durchbruch geschafft hatte, zeigt, wie es Ursula Magnes in der Programmschrift zum Sommerkonzert ausführt, in dem Werk alle Vorzüge seiner Schreibweise. Sein zwingend natürlicher Fluss der musikalischen Abläufe und das Schaffen dramatischer Sequenzen auf engstem musikalischen Raum machen das Konzert aus.

„Eine große Erzählung in drei Sätzen, wobei gerade das schnelle Wechselspiel zwischen Orchesterakzenten und Solocello eine reizvolle Herausforderung darstellen.“ Tamás Varga widmete sich dem Konzert mit der Perfektion und der Begeisterung eines Philharmonikers. Dirigent Wolfgang Sobotka führte Orchester und Solist mit höchster Präzision durch das Werk und ließ ein beglückendes Musikerleben gelingen.
Nach der Pause folgte Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6 in F-Dur op. 68 „Pastorale“. Das Publikum war von Orchester und Solisten begeistert.