Erstellt am 07. Oktober 2015, 16:53

von Andreas Kössl

Hanger: „Eine sehr schöne Herausforderung”. Der designierte Parteichef Andreas Hanger über seinen Karrieresprung in der ÖVP.

Andreas Hanger wird Johann Heuras an der Spitze der Bezirks-VP ablösen. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

NÖN: Ihre Nominierung zum neuen Bezirksparteiobmann kam überraschend. Sie hatten nicht lange Zeit zu überlegen, ob sie das Amt wollen. War die Entscheidung schwierig?
Andreas Hanger: Durch die Ernennung von Johann Heuras zum Landesschulratspräsidenten wurde die Funktion vakant und man hat mich letzte Woche ganz kurzfristig gefragt, ob ich das Amt übernehmen möchte. Nach einer kurzen Bedenkzeit habe ich mich dazu bereit erklärt. Dabei ist mir sehr wichtig, dass mir der Bezirksvorstand einstimmig das Vertrauen ausgesprochen hat. Ich bitte um Verständnis, wenn ich diese Wahl noch abwarten möchte, bevor ich mich konkret dazu äußere, wie ich diese Funktion anlegen möchte. Da Amstetten einer unserer stärksten Bezirke ist, ist das für mich jedenfalls eine sehr große, aber auch sehr schöne Herausforderung, der ich mich sehr gerne stelle.

Sie sind Nationalratsabgeordneter, Obmann des ÖVP-Teilbezirks Waidhofen, Gemeinderat in Ybbsitz, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Waidhofen, Eisenstraßenobmann, beruflich Geschäftsführer der Norwin Handels GmbH sowie ehrenamtlich Geschäftsführer der Neubruck Immobilien GmbH und der Wirtschaftspark Ybbstal GmbH. Jetzt werden Sie auch noch ÖVP-Bezirksobmann. Hat Ihr Tag mehr als 24 Stunden?
Nein, und mir ist auch klar, dass ich die eine oder andere Funktion in andere Hände werde legen müssen. Der Bezirk ist groß und als Obmann will ich natürlich präsent sein. Die Funktion des ÖVP-Teilbezirksobmanns werde ich auf alle Fälle abgeben, da müssen wir uns eine gute Nachfolgelösung überlegen. In den letzten Monaten habe ich mich sehr stark bei der NÖ Landesausstellung engagiert, die endet jetzt ja aber. Nun gilt es, mit den Ressourcen etwas hauszuhalten.

Wie gut sind Sie im Bezirk vernetzt?
Die Kommunikation mit Bürgermeistern, Parteiobleuten und Fraktionssprechern im Bezirk war bisher immer schon sehr gut. Sie leisten großartige Arbeit und ich bin überzeugt davon, dass wir gemeinsam viel zum Wohl des Bezirks und seiner Menschen tun können. Ich bin überzeugt, dass die Herausforderungen der Gegenwart, wie die derzeitige Flüchtlingsfrage, nur in Koordination mit den Gebietskörperschaften gemeistert werden können.