Erstellt am 08. Oktober 2015, 06:27

Hilfe für Flüchtlinge. Erstes Vernetzungstreffen zeitigt Maßnahmen in Sachen Sprachbarrieren, Freizeitgestaltung und Mobilität.

Mit am Tisch beim Migrationsgipfel: Anita Prüller, Norbert Hummer, Richard Abfalter und Wolfgang Frühwirth (v.l.). Foto: Magistrat  |  NOEN

Alle an einen Tisch zu bringen, die sich für Menschen einsetzen, die geflüchtet und derzeit in Waidhofen untergekommen sind – dies hatte der erste Migrationsgipfel zum Ziel, der am Dienstag vergangener Woche stattfand.

„Nicht alles, was wir hier in der Stadt tun, ist nach außen sichtbar“, sagte Stadträtin Beatrix Cmolik. „Um wirklich effizient arbeiten zu können, braucht es klare Regeln und Strukturen“, ist sie überzeugt. Seit einiger Zeit gibt es am Magistrat Waidhofen eine eigene Stelle, die sich mit der Integrationsarbeit befasst.

„Der Magistrat will auch als eine Art Drehscheibe dienen“, sagt die zuständige Mitarbeitern Rosina Kerschbaumer. Zum Informationsaustausch waren Nicole Überschär von der Diakonie der Flüchtlingsbetreuung NÖ West, Andreas Schauer vom Jugendzentrum Bagger, Birgit Fabian vom Sozialamt des Magistrats, Norbert Hummer vom Lernnetzwerk, Richard Abfalter, Gabi und Gerald Weber, Ulli Schauer und Gjavit Shabanaj vom Verein Mit-Menschen, Anita Prüller vom AMS Waidhofen, Wolfgang Frühwirth und Christine Brandl vom Roten Kreuz sowie die Gemeinderäte Ulrike Bauer, Gerhard Krenn und Magistratsdirektor Christian Schneider gekommen.

Fußball-Kindertraining für Flüchtlingskinder

Alle Anwesenden berichteten von Erfahrungen und Problemen, die sich häufig rund um die Verständigung drehen. „Ein Zahnarzt, der uns unterstützt, hat von 17 Patienten dieselbe Telefonnummer, nämlich meine“, berichtet Gerald Weber vom Verein Mit-Menschen.

Der Informationsaustausch hat verschiedenste Aktionen zur Folge. So werden in Zukunft beispielsweise Unterrichtsmaterialien, die das Rote Kreuz für einen Deutschworkshop zusammengestellt hat, weitergegeben. Auch eine Liste von Dolmetschern soll erstellt werden. Ein häufiges Problem, vor allem der Flüchtlinge in St. Leonhard/Walde, ist die Mobilität.

In einem nächsten Treffen will man näher auf diese Thematik eingehen. In Punkto Freizeitgestaltung will Norbert Hummer, der auch im Vorstand der SG Waidhofen ist, seine Fußball-Kindertrainingseinheiten für Flüchtlingskinder öffnen. Moderatorin Anette Schawerda vom Land Niederösterreich betonte abschließend: „Es ist schön, zu sehen, was sich in Waidhofen schon alles tut. Das ist wirklich eine ganze Menge.“