Hollenstein an der Ybbs

Erstellt am 05. August 2016, 05:49

von Markus Huebmer

Kitzhütte: Auf der Alm zuhause. Inmitten der Ybbstaler Alpen liegt das Weidegebiet Königsberg-West. Am Sonntag wird Almmesse gefeiert.

Der Almsommer lockt jedes Jahr Wanderer und Radfahrer auf den Königsberg. Kürzlich begrüßten Max und Eva Schauer (hinten, v.l.) Elisabeth Hesch und Markus Grillnberger, Hedwig Stockreiter, Rosa Grubhofer und Josefa Stadler (vorne, v.l.).  |  NOEN, Markus Huebmer

Am Sonntag, 7. August, findet am Königsberg eine heilige Messe statt. Pfarrer Leszek Salega zelebriert die um 11.30 Uhr beginnende Almmesse. Jährlich am ersten Sonntag des Monats August kommen seit Generationen die Landwirte zusammen. „Dieser Sonntag ist der Tag der Bauernschaft“, sagt Max Schauer. Er ist Halter der Alm. In den Sommermonaten sorgt „Hoida Max“ für das Wohl des Viehs.

Frühmorgens, die Sommersonne hat sich schon über dem östlichen Horizont erhoben, frühstücken die Haltersleut’ Eva und Max Schauer in der Hütte. Nach dem letzten Schluck aus der Tasse macht sich Halter Max auf. Sein Ziel: die 129 Rinder auf der Kitzhüttenalm. Stück für Stück schaut der Halter nach, ob unter dem Vieh alles in Ordnung ist. Die Landwirte des nördlichen Berghanges haben im Frühsommer aufgetrieben. Max sorgt für das Wohl der Tiere.

Das Leben auf der Alm ist anders als im Tal, sind sich die beiden Haltersleut’ einig. In der urigen Stube erzählen Max und Eva vom Almleben. Wann erlebt man die schönsten Momente? Die Antwort ist schnell gefunden: „Tagtäglich“, lächelt Max. „Das Almleben ist herrlich.“

„Es ist wie ein Zauber der Alm“

Die Kitzhütte liegt auf rund 1.200 Metern über der Adria und ist ein Magnet für Erholungssuchende. Halterin Eva sorgt für das leibliche Wohl. Findet man selbst Zeit zum Entspannen? „Am Abend, nach getaner Arbeit, kommt die Entspannung wie von selbst“, so Eva. „Es ist wie ein Zauber der Alm.“ In der Almküche bereitet Eva mit Liebe die Stärkung für die Gäste zu.

Besonders beliebt sind Evas Buchteln. Frisch aus dem Holzofen erfreuen sie den Gaumen der vielen Besucher, darunter Wanderer und Radfahrer. „Am besten wird der Teig, wenn ich ihn so einfach wie möglich zubereite.“ Eva verzichtet auf große Küchengeräte und rührt mit dem Handmixer. Wahrscheinlich ist auch die frische Almluft ein Teil des Geheimrezeptes, denn die Gerichte werden auf der Hausbank im Schein der Sommersonne kredenzt.