Erstellt am 26. April 2017, 04:00

von Andreas Kössl

Schneefall sorgte für Chaos. Feuerwehr musste eine Fahrzeugbergung nach der anderen vornehmen.

​​FF Hollenstein

„So viele Einsätze in so kurzer Zeit, das haben wir noch nie gehabt. Das war sicher einmalig“, sagt Hollensteins Feuerwehrkommandant Josef Mandl. Grund für den Dauereinsatz der Hollensteiner Florianis am Mittwoch der vergangenen Woche war der starke Schneefall. Am Vormittag begann es so intensiv zu schneien, dass die Ybbstalgemeinde innerhalb kürzester Zeit von einer 80 bis 85 Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt war.

Die FF Hollenstein war vergangene Woche gefordert: Bei Hohenlehen rutschte ein Lkw samt Hänger in den Straßengraben.  |  FF Hollenstein

Das führte dazu, dass gleich mehrere Lenker mit ihren Fahrzeugen von der schneeglatten Fahrbahn abkamen und die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nehmen mussten. Zu ihrem ersten Einsatz wurde die Feuerwehr Hollenstein gegen 13.15 Uhr auf die B 31 alarmiert. Ein Lkw samt Hänger war auf Höhe der Fachschule Hohenlehen in den Straßengraben gerutscht und konnte nicht mehr heraus.

Noch während des Ausrückens ging die nächste Alarmierung ein: In der Nähe des Kindergartens war ein weiteres Fahrzeug im Schnee hängen geblieben. So machten sich zwei Teams der Feuerwehr gleichzeitig auf den Weg. Auf dem Weg zur Lkw-Bergung bemerkte das eine Team in Kleinhollenstein auf Höhe des ehemaligen Wirtshauses einen weiteren Pkw, der im Straßengraben stand.

​​FF Hollenstein

Die Feuerwehrleute machten sich sogleich daran, den Pkw zu bergen, während ein weiteres Team zu dem Lkw ausrückte. Dieser wurde dann schließlich mit der Seilwinde aus dem Straßengraben gezogen. Trotz eines leichten Sachschadens konnte der Lkw-Lenker seine Fahrt fortsetzen. Bei der Rückfahrt ins Zeughaus bemerkten die Hollensteiner Feuerwehrleute dann auf Höhe der Straßenmeisterei noch einen Pkw im Straßengraben. Er wurde ebenfalls mit der Seilwinde wieder zurück auf die Straße gehievt.

Sechs Einsätze in kürzester Zeit

Danach könnten die Einsatzkräfte etwas verschnaufen, ehe sie gegen 17.40 Uhr zur nächsten Fahrzeugbergung gerufen wurden. Abermals war auf der B 31 im Bereich der Schlossmauer ein Pkw von der schneeglatten Fahrbahn abgekommen. Er wurde mit der Seilwinde wieder zurück auf die Fahrbahn gezogen. Bei der Rückfahrt ins Feuerwehrhaus gaben die Florianis noch einem weiteren Auto Starthilfe, bevor sie schließlich endgültig einrücken konnten.

Alle Unfälle endeten zum Glück glimpflich, es wurde niemand verletzt. Lediglich der Lkw wurde etwas beschädigt. „Die Straße war wirklich spiegelglatt“, sagte Feuerwehrkommandant Mandl. „Da nutzte es auch nichts, dass alle Fahrzeuge noch die Winterreifen oben hatten.“

Auch zahlreiche Pkw kamen von der schneeglatten Fahrbahn ab.  |  FF Hollenstein