Erstellt am 11. März 2016, 10:44

von Leo Lugmayr

Im Bann des Olivenbaums. Robert Haider zeigt bis zum 27. März Arbeiten aus fünf Jahren in der Stadtgalerie. Motive seiner künstlerischen Arbeit sind durchwegs Olivenbäume.

Fritz Hintsteiner, Theresa Hauenfels, Künstler Robert Haider und Abgeordnete Michaela Hinterholzer (v.l.) bei der Vernissage in der Stadtgalerie.  |  NOEN, Lugmayr

In den vergangenen fünf Jahren hat man in Robert Haiders Oeuvre praktisch nur Olivenbäume gesehen, wenig anderes. „Die sind mir passiert“, gab Haider im Rahmen der Vernissage in der Waidhofner Stadtgalerie unumwunden zu. Denn Formenvielfalt und archaische Struktur dieser oft Jahrhunderte alten Bäume hätten ihn mehr und mehr in den Bann gezogen, je intensiver er sich mit ihnen auseinandersetzte.

Tatsächlich ist eine Entwicklung in Haiders Schaffen in dieser Zeitspanne unübersehbar. Haben die ältesten Arbeiten vor allem naturalistische Qualität, so reduziert er in jüngsten Werken Form und Gestus der Bäume immer rigoroser. Wobei das Knorrige, das Verdrehte und das Stoische der Bäume bei aller Reduktion erhalten bleibt, ja vielmehr dieses noch stärker zu durchdringen scheint, als in dessen naturalistischer Interpretation.

In fahrigen Gesten schiefern Äste und Zweige aus. Dabei ist das Genre Kohlezeichnung präzise gewählt. „Es ist die älteste Zeichentechnik der Menschheit, gerade das macht mich, der ich eigentlich aus der Werbegrafik komme, beim Arbeiten frei“, so Haider. Was man in der Wirkung der Arbeiten auch spürt.