Erstellt am 22. Juni 2016, 04:35

von Leo Lugmayr

Im Zeichen des Schmiedens. Zum zehnten Mal fand das internationale Schmiedefest in Ybbsitz statt. Mit Blechklang des Musikvereins

 |  NOEN, Leo Lugmayr

Mit seiner zehnten Auflage beging das alle zwei Jahre stattfindende Schmiedefest Ferraculum am Wochenende sein erstes Jubiläum. 1998 aus der Taufe gehoben, entwickelte sich das Schmiedetreffen zu einem herausragenden Event der Schmiedezunft und gipfelt stets in der Austragung eines Schmiedewettbewerbs, der heuer unter dem Titel „In Balance sein“ stand.

Bereits am Freitagvormittag wurde das Ferraculum von der Obfrau der NÖ Stadt- und Dorferneuerung Maria Forstner eröffnet, wobei der Landeskindergarten 1 für musikalische Umrahmung und spielerische Einbegleitung sorgte.

Nach der Eröffnungsfeier wurden zwei geschmiedete Skulpturen am Rande des Marktplatzes enthüllt, die Schüler der Kunstgewerbeschule Turnov (CZ) entworfen und gestaltet hatten. Eine Ausstellung von Arbeiten der Studenten der Schmiedeklasse Turnov wird unter dem Titel „Ideen werden eisern“ noch bis August im FeRRUM gezeigt.

Entlang der Schmiedemeile wurde über zweieinhalb Tage reiches handwerkliches und künstlerisch-musikalisches Programm geboten. So brachte DJ Wahnsinn beim FerROCKulum den Eybl Hammer zum Dröhnen. Dort fand auch der Gemeinschaftsabend der Schmiede aus dem In- und Ausland statt, zu dem Vertreter aus zehn Nationen angereist waren.

Am Marktplatz fand über zweieinhalb Tage das Schauschmieden statt, wobei historische Erzerzeugung, ein mittelalterliches Feldlager, die Betriebe und Schmieden entlang der Schmiedemeile bis hin zur Holzwerkstatt Fahrnberger Basis für kreative Betätigung boten.

Höhepunkte waren das Brechstangenschmieden beim Sonneck, Schmiedevorführungen bis hin zum authentischen Arbeiten am historischen Schwanzhammer durch Sepp Eybl.
Der wichtigste Partner des diesjährigen Ferraculums war wohl der Ybbsitzer Musikverein. Denn die Musikanten hatten am Samstag unter dem Motto „Blechklang“ ein Fest ausgerichtet, bei dem die Musikkapellen Aschbach-Markt und St. Georgen/Reith sowie die Weinviertler Mährischen Musikanten aufspielten.

Am Sonntag gestalteten die Musikkapelle Randegg und die Gruppe „Ochtablech“ aus Krenstetten den Frühschoppen und das Nachmittagsprogramm und führten es über die Prämierung der Wettbewerbsbeiträge zu einem harmonischen Ausklang.