Erstellt am 01. Juni 2016, 04:25

von Leo Lugmayr

Jazz pulsierte im Hammer. Mit dem Jazzact „Pol & Gegenpol“ bearbeiteten Ray Aichinger und seine Band gemeinsam mit Sepp Eybl im Hammerwerk am Freitag einen einzigartigen Klangkosmos.

Musizierten im Hammerwerk: Sepp Eybl auf Hammer und Amboss, Ray Aichinger, Heimo Wiederhofer, Miki Liebermann und Karl Sayer(v.l.).  |  NOEN, Foto: Lugmayr
Es war ein elementares Erlebnis, das Saxofonist und Bandleader Raimund „Ray“ Aichinger, Miki Liebermann, Karl Sayer und Heimo Wiederhofer am vergangenen Freitag gemeinsam boten. Denn ihr erdiger Jazz wurde mit martialischen Hammerschlägen, die Hammerwerksbesitzer und Metallkünstler Sepp Eybl beisteuerte, noch bereichert.

Unter dem Titel „Pol & Gegenpol“ wurde der Übergang von Musik zu Geräusch bei diesem Jazzevent ein fließender. Der Puls der Musik stand dabei stets in Resonanz mit dem Puls der Schmiedeumgebung.
„Es entwickelte sich dabei eine Atmosphäre von so elementarer archaischer Kraft, dass man fast von einer neuen Dimension dieser Musik zu sprechen verleitet ist“, zeigte sich ein Gast aus Amstetten begeistert. Dass der Beat von Sepp Eybls Eisenhammer zum Herzschlag des Jazzabends wurde, begeisterte auch die Musiker, was unüberseh- und unüberhörbar war.