Erstellt am 23. September 2015, 05:07

von Heribert Hudler

Bleiben ohne Limit. Projekt AnkA feierte einjähriges Bestehen. 14 Langzeitwohnplätze und 19 Tagesplätze in zwei Häusern speziell für psychisch erkrankte junge Erwachsene.

Beim vorwöchigen Besuch vom Projekt AnkA in Kematen: die Gemeindemandatare Ilse Beham und Gerwald Schattleitner, Robert Eder, Geschäftsführer der Psywork GmbH, Geschäftsführerin Renate Lettner und Bürgermeisterin Juliana Günther.  |  NOEN, Heribert Hudler

Unter dem Titel „Ein Ort, wo Zeit keine Rolle spielt“ ging vor einem Jahr das Projekt AnkA als Unterstützung für psychisch Erkrankte in Betrieb. „Das ist ein Ort, wo Zeit keine Rolle spielt“ – mit diesen Worten zog Robert Eder, Geschäftsführer der Psywork GmbH, in der Vorwoche aus Anlass des einjährigen Bestehens vom Langzeitprojekt AnkA in Kematen positive Bilanz. Erfahrungen zeigen, dass es speziell für die Gruppe der jüngeren chronisch psychisch erkrankten Erwachsenen zu wenig Langzeiteinrichtungen gibt.

Menschen dürfen bleiben, solange sie wollen

In Kematen gibt es nun von AnkA 14 Langzeitwohnplätze sowie 19 therapeutische Langzeittagesstrukturplätze, die auf zwei Wohnhäuser verteilt sind. Auf einem Areal von 5.000 Quadratmetern können die unterschiedlichsten Aktivitäten durchgeführt werden. Die zweite Geschäftsführerin Renate Lettner freute sich über die Unterstützung seitens der Gemeinde. „Wir sind bereits jetzt ausgebucht und wissen, dass es Bedarf an solchen Einrichtungen gibt“, so Lettner. „Bei uns dürfen die Menschen bleiben, solange sie wollen und solange es sinnvoll ist. Das ist der große Unterschied zu Krankenhäusern oder ähnlichen Einrichtungen, bei denen es ein zeitliches Limit gibt“, erklärt Lettner.

Bürgermeisterin Juliana Günther zeigte sich in der Vorwoche im Rahmen einer kleinen Feierstunde erfreut über den Umstand, dass dieses Projekt in Kematen stattfindet, und bedankte sich für die Initiative: „Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit, in der wir immer größere Herausforderungen meistern müssen, die aber leider nicht jeder von uns alleine bewältigen kann.“