Erstellt am 08. Juni 2016, 05:35

von Andreas Kössl

Die heilige Kuh teilen. Andreas Kössl über die Bemühungen, Carsharing in Waidhofen zu etablieren.

Lediglich eine Stunde am Tag werde ein privat genutztes Auto im Durchschnitt genutzt, heißt es auf der Homepage der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu). Das ergebe 23 „ungenützte“ Stunden, wird weitergerechnet. Carsharing sei die Lösung, lautet die Schlussfolgerung, am besten mittels Elektroauto.
Das klingt vernünftig – nicht nur aufgrund einer einfachen Kosten-Nutzen-Rechnung, sondern auch, wenn man ökologische und verkehrstechnische Überlegungen mit einbezieht.

Auch die Waidhofner Politik hat das Thema nun für sich entdeckt und sucht nach einem passenden Modell für die Stadt. Ein privater Waidhofner Carsharing-Verein befindet sich indes gerade in der Gründungsphase. Bereitschaft, hier Synergien zu nutzen, wurde sowohl von den politischen als auch den privaten Akteuren signalisiert.

Wie auch immer eine Lösung aussehen wird, damit Carsharing ein Erfolg wird, bedarf es eines Umdenkens eines großen Teils der Gesellschaft, der das eigene Auto immer noch als heilige Kuh betrachtet, auf die man unmöglich verzichten kann.