Erstellt am 22. Juni 2016, 05:10

von Andreas Kössl

Ein schaler Nachgeschmack. Andreas Kössl über die Kommunikation der Verunreinigung des Waidhofner Wassers.

Was wir an unserem Waidhofner Wasser haben, das wurde einem letzte Woche erst so richtig bewusst. Nachdem eine geringe bakterielle Belastung im Wasser festgestellt worden war, wurde als Vorsichtsmaßnahme Chlor zugesetzt. Seitens des Magistrats wurde zwar betont, dass der Trinkgenuss unbedenklich sei, so mancher stieg aber doch lieber auf Mineralwasser um.

Nun sind die Wasserwerte zum Glück wieder in Ordnung und die Chlorierung wurde eingestellt, ein etwas schaler Nachgeschmack bleibt aber dennoch. Dieser betrifft die Kommunikation. Die Bürger konnten von der Verunreinigung und der Chlorierung nämlich ausschließlich aus der Zeitung – und somit frühestens am Mittwoch – erfahren. Die Presseaussendung ging allerdings schon am Montag Mittag raus.

Eine Aussendung, Aushänge oder die Kommunikation über die Stadthomepage blieben aus. In Zeiten, in denen sich Gerüchte im Internet schneller ausbreiten als der Schall, wäre wohl auch der Facebook-Auftritt der Stadt eine gute Möglichkeit gewesen. Doch auch hier kein Wort darüber.