Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:27

von Ingrid Vogl

Ein Schritt in die richtige Richtung. Ingrid Vogl über den neuen bzw. alten Weg beim UTC Amstetten.

Unbedingt in der Bundesliga spielen. Auch wenn damit verbunden ist, jede Menge Spieler aus dem In- und Ausland einkaufen zu müssen und den eigenen Spielern nur einen Platz in der zweiten Mannschaft bieten zu können. Das war bis vor kurzem noch die Devise beim UTC Amstetten.

Diese Philosophie hat viel gekostet, aber wenig gebracht. Keine zusätzlichen Vereinsmitglieder und auch nicht den erwarteten Zuschaueransturm. Spieler, die nach Ende ihres eigenen Matches nur ihre Gage kassieren und dann die Heimreise antreten, obwohl das letzte (und entscheidende) Doppel noch im Gange ist, sind nicht unbedingt die Sympathieträger und sportlichen Vorbilder, die man sehen will. Auch wenn sie zweifelsohne Tennis auf hohem Niveau geboten haben, der Sinn der Mannschaftsmeisterschaft ist ein anderer.

Von diesem Weg hat sich die neue Vereinsführung nun endgültig verabschiedet. Sie kehrt zurück zu einem Weg, der schon einmal erfolgreich war. Man möchte wieder die besten Youngsters aus dem Kreis nach Amstetten lotsen, die dann gemeinsam mit Routiniers aus den eigenen Reihen eine schlagkräftige Truppe bilden und in einer Liga spielen, die ihrem Niveau entspricht. Das kann die Bundesliga sein, muss es aber nicht. Und das ist gut so.