Erstellt am 21. September 2015, 12:02

von Andreas Kössl

Enttäuschung ist verständlich. Andreas Kössl über den Squeeze-out der Bene-Kleinaktionäre und deren Ärger darüber.

Die Enttäuschung der Bene-Kleinaktionäre über ihren Ausschluss, der am Donnerstag von der Hauptversammlung abgesegnet wurde, war verständlicherweise groß. Sie hatten vor Jahren weit mehr als die 1,03 Euro pro Aktie, die sie nun bekommen, in das Unternehmen investiert und verlieren nun eine Stange Geld. Dass ehemalige Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder auch zuletzt noch stolze Honorare für Beraterleistungen kassierten, stieß den Kleinaktionären dabei zusätzlich auf.

Investor Grossnigg merkte an, dass auch er mit Bene-Aktien spekuliert habe, diese Spekulation aber nicht aufgegangen und das Geld nun weg sei. Natürlich ist eine Investition in Aktien stets ein Spekulationsgeschäft. Das wissen auch die Kleinanleger. Sie sehen das Unternehmen aber nun wieder auf dem Weg nach oben und würden dabei gerne mit im Boot sein. Die beiden Investoren sehen jedoch in einem Verbleib an der Börse wirtschaftlich keinen Sinn und beschlossen den Squeeze-out – auch wenn sich die Kleinaktionäre ausgenutzt und übergangen fühlen. Aber Gönnerhaftigkeit war wohl auch nicht der Grund, warum Bartenstein und Grossnigg bei Bene eingestiegen sind.