Erstellt am 15. Februar 2017, 05:00

von Andreas Kössl

Es geht um das Wohl der Kinder. Andreas Kössl über die Kritik am Islamischen Zentrum in Kematen.

Negative Schlagzeilen machte vergangene Woche das Islamische Zentrum der „Süleymancilar“-Bewegung in Kematen. In dem dort untergebrachten islamischen Mädchenwohnheim soll Kindern ein antiwestliches Weltbild vermittelt werden. Bürgermeisterin und Polizei hielten fest, dass die Einrichtung bislang nie negativ aufgefallen sei. Der Verfassungsschutz stuft die „Süleymancilar“ als unauffällig ein.

Dass die Bewegung mit Dschihadismus nichts zu tun habe, bestätigte auch Islamforscher Thomas Schmidinger gegenüber dem ORF. Er merkte aber auch an, dass es sich um eine sehr sektenhafte, konservative Gruppierung handle, wodurch sich meist keine Probleme außerhalb, wohl aber für die Kinder und Jugendlichen innerhalb der Gemeinschaft ergeben würden.

Das Wohl der Kinder ist aber der entscheidende Punkt. Deshalb ist ein kritischer Blick hier durchaus berechtigt. Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit alles erlaubt ist. Das gilt für alle Religionen – den Islam ebenso wie für ein erzkonservatives Christentum.