Erstellt am 29. Oktober 2015, 06:22

von Andreas Kössl

FPÖ will nur Ängste schüren. Andreas Kössl über die letztwöchige Pressekonferenz der Bezirks-FPÖ zur Flüchtlingskrise

In St. Georgen/Reith und Hollenstein sind gerade zwei größere Flüchtlingsunterkünfte im Entstehen bzw. in Planung. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die FPÖ zu Wort meldet. Nun traten der Opponitzer FP-Mandatar Alexander Schnabel und FPÖ-Bezirksparteiobfrau Edith Mühlberghuber an, um dagegen Stimmung zu machen und vor den Flüchtlingen zu warnen.

Hauptsächlich Wirtschaftsflüchtlinge würden ins Land strömen, so die beiden und beriefen sich dabei auf eine Expertin, die von der FPÖ in diesem Zusammenhang – etwa auf der umstrittenen Onlineplattform unzensuriert.at – immer wieder gerne zitiert wird. Im Zusammenhang mit einer Fluchtbewegung, die von einem grausamen Krieg herrührt, von Wirtschaftsflüchtlingen zu warnen, die sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen, ist plumper Populismus und dient nur dazu, diffuse Ängste vor Flüchtlingen weiter zu schüren.

Dabei zeigt gerade Opponitz, die Heimatgemeinde von FPÖ-Gemeinderat Schnabel, wo schon über viele Jahre Flüchtlinge untergebracht sind, dass es dafür überhaupt keinen Grund gibt.