Erstellt am 03. Februar 2016, 04:23

von Daniel Hartl

Frage nach der Patentlösung. Daniel Hartl über manche Irrwege in der Übertrittszeit.

Grundsätzlich bietet die Transferzeit während der Winterpause eine gute Möglichkeit, um Versäumtes nachzuholen und Fehler in der Kaderplanung, die im Herbst auch in den Ergebnissen Niederschlag fanden, zu korrigieren. Da es in der Winterpause allerdings äußerst schwierig ist, gutes Personal zu finden, sehen sich die Vereine oft dazu gezwungen auf Kompromisse zurückzugreifen.

So entschloss sich beispielsweise Ferschnitz dazu, nach dem Abgang von Abwehrchef Jan Krivak die Lücke in der Defensive durch Leute aus den eigenen Reihen zu ersetzen und stattdessen auf die Verpflichtung zweier Offensivspieler zu bauen. Das mag zwar ein finanziell gewiefter Schachzug sein, ein sportliches Restrisiko bleibt aber sicherlich erhalten, denn mit Krivak erhielt Ferschnitz im Herbst lediglich 20 Gegentore.

In Hausmening entstand die Lücke durch den Abgang von Goalgetter Joachim Beham, der im Herbst knapp ein Drittel der Hausmeninger Treffer erzielte, zwar in der Offensive, ein unmittelbarer Nachfolger blieb aber auch hier aus. Stattdessen investierte man in die Innenverteidigung. Auch hier besteht die Gefahr, dadurch ein durchaus intaktes Mannschaftsgefüge aus der Balance zu bringen. Ein Weg also, der oftmals mehr Probleme macht, als er Abhilfe schafft.