Erstellt am 19. Mai 2016, 08:54

von Andreas Kössl

Frischer Wind in Gemeindepolitik. Andreas Kössl über den Wechsel an der Hollensteiner Gemeindespitze.

Überraschend kam der Rücktritt von Hollensteins Bürgermeister Manfred Gruber vergangene Woche. Über die tatsächlichen Gründe dafür kann nur spekuliert werden.

Gruber sei die Last des Amtes zu schwer geworden, lautet die offizielle Version. Obwohl sich der Rückzug schon angebahnt habe, sei man doch überrascht gewesen, heißt es aus der SPÖ Hollenstein. Im NÖN-Interview lässt Gruber aber anklingen, dass ihm die eigene Fraktion diesen Schritt nahegelegt habe.

Wie dem auch sei, Grubers Start als Bürgermeister war sicher nicht optimal. Nachdem er das Amt nach dem tragischen Tod von Langzeitortschef Franz Gratzer im Mai 2013 kurzfristig übernommen hat, dürften ihm die Fußstapfen seines Vorgängers letztendlich doch zu groß gewesen sein.

Mit Manuela Zebenholzer rückt nun erstmals in der Geschichte Hollensteins eine Frau an die Gemeindespitze auf. Dass ihre politische Vorgeschichte recht kurz ist, ist dabei kein Manko, sondern vielmehr ein Zeichen der SPÖ, wieder frischen Wind in die Gemeindepolitik bringen zu wollen.

a.koessl@noen.at