Erstellt am 12. April 2016, 04:04

von Ingrid Vogl

Für alle, die nicht laufen können. Ingrid Vogl über eine begrüßenswerte Initiative im Laufsport.

Synchronschwimmerin Vanessa Sahinovic (16), Stabhochspringerin Kira Grünberg (22) und Skispringer Lukas Müller (24). Das Schicksal dieser drei Athleten bewegte die österreichische Sportnation im letzten Jahr. Bei einem Verkehrsunfall beziehungsweise Trainingsunfällen in der eigenen Sportart fanden ihre Karrieren ein jähes Ende. Heute sitzen die hoffnungsvollen Talente im Rollstuhl. So wie weltweit mehr als 2,7 Millionen Menschen.

Was es gerade für Sportler bedeutet, von einer Sekunde auf die nächste nicht mehr gehen zu können, das ging auch den Veranstaltern des Eisenstraße Laufcups besonders nahe und war der Auslöser für den heurigen Jahresschwerpunkt. Man stellt sich in den Dienst der guten Sache, unterstützt die „Wings for Life“-Stiftung für Rückenmarksforschung und rief ein Team beim „Wings for Life“-Worldrun ins Leben, das im nächsten Jahr teilnehmerstärkstes Team sein soll.

Ein ambitionierter Plan, der hoffentlich viele gute und auch weniger geübte Läufer zum Mitmachen animiert. Was hier zählt, ist nur am Rande die sportliche Leistung. Gewinner sind nicht die besten Läufer, sondern Menschen wie Grünberg, Sahinovic oder Müller. Für sie bedeutet das für die Forschung gespendete Startgeld einen Funken Hoffnung auf ein wieder bewegteres Leben.