Erstellt am 31. Januar 2018, 05:00

von Andreas Kössl

Getrübte Freude über Ergebnis. Andreas Kössl über den Ausgang der NÖ Landtagswahl im Ybbstal.

Dass es nach einem Wahlentscheid, wie jenem am Sonntag, nur lachende Gesichter gibt, ist selten. Ungetrübt war die Freude aber nicht überall. In St. Georgen/Reith bekam die SPÖ doch einen ziemlichen Dämpfer. Die Ursache dafür ist in der Nichtkandidatur von SPÖ-Ortschef Helmut Schagerl zu finden.

Zahlreiche Wähler haben hier nach einer anderen regionalen Vertretung im Land gesucht und diese bei ÖVP und FPÖ gefunden. Ganz überraschend kam der massive Einbruch aber nicht. Bei der Nationalratswahl im Herbst kam die SPÖ in St. Georgen/Reith ebenfalls auf nur 20 Prozent. Das zeigt, was ein lokaler Kandidat bewirkt.

Bei der ÖVP entschieden das parteiinterne Vorzugsstimmenrennen Michaela Hinterholzer und Anton Kasser ganz klar für sich. Hinter den Erwartungen zurück blieb Werner Krammer. Das zeigt, wie schwierig es ist, über die Gemeindegrenzen hinweg zu reüssieren.

Mit hinein spielte da aber wohl auch eine gewisse Angst der Waidhofner, ihren Bürgermeister ans Land zu verlieren – auch wenn Krammer stets versicherte, er bleibe der Stadt erhalten.