Erstellt am 06. April 2016, 05:44

von Andreas Kössl

Kosten werden verschoben. Andreas Kössl über die Umstellung des Notarztwesens von NAW auf NEF.

25 Jahre lang rückte bei medizinischen Notfällen im Ybbstal der Notarztwagen des Roten Kreuzes aus. Damit ist es seit Montag vorbei. Statt einem Notarzt und zwei Notfallsanitätern kommt nun das NEF-Team, bestehend aus einem Notarzt und einem Notfallsanitäter, plus einem Rettungswagenteam, bestehend aus zwei Rettungssanitätern, zum Einsatz.

Das Notarztwesen soll so effizienter werden. Nicht jede Notarztalarmierung ist nämlich notwendig. Beim NEF-System entscheidet der Notarzt nach der Erstversorgung, ob eine weitere ärztliche Betreuung notwendig ist. Falls nicht, ist er schon nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit. Das macht Sinn.

Hinter der Umstellung liegen aber auch Kostengründe. Das Land NÖ, das für das Notarzt wesen zuständig ist, spart Geld. Schließlich erfordert das NEF-System nur noch einen Notfallsanitäter. Erfolgt der Transport des Patienten ins Krankenhaus ohne Notarzt, handelt es sich um einen Rettungstransport. Dafür sind aber die Gemeinden zuständig. Kosten werden also nicht wirklich eingespart, sie werden lediglich verschoben.

a.koessl@noen.at