Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:03

von Andreas Kössl

Mit Funkstille gegen Kritik. Andreas Kössl über die Waidhofner Strafzettel-Causa und die Pressearbeit der Polizei.

Fünf Strafmandate in nur vier Minuten kassierte ein junger Waidhofner, weil er mit dem Motorrad zu schnell unterwegs gewesen war. Sein Vater vermutete eine Schikane der Polizei und wandte sich an die Volksanwaltschaft. Nun war der Fall Gegenstand der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“. „Amtshandlung mit Augenmaß?“ lautete dort die Frage.

Die Antwort muss wohl eher „Nein“ lauten. 100 Euro für eine, wenn überhaupt, nur geringfügige Geschwindigkeitsübertretung scheint überzogen – auch wenn das Vorgehen der Polizeibeamten rechtlich in Ordnung gehen mag.

Fragwürdig ist aber auch die Art und Weise des Waidhofner Polizeikommandos mit derartigen Vorwürfen umzugehen. Auf eine mediale Anfrage nicht näher einzugehen und nicht Stellung zu beziehen, ist sicher der falsche Weg. Der Großteil der Polizeibeamten erledigt seine Arbeit hervorragend, aber wenn es solch schwerwiegende Vorwürfe gibt, dann müssen diese von den Verantwortlichen auch ernst genommen und untersucht werden.